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Urnengrabgestaltung – pflegeleichte Mustergräber mit 25 Fotos

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Sie möchten ein Urnengrab im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter pflegeleicht bepflanzen? Hier finden Sie hilfreiche Tipps zur Urnengrabgestaltung.

URNENGRABGESTALTUNG

Wie kann ein Urnengrab gestaltet werden?

Sie sind auf der Suche nach Inspiration für die Gestaltung eines Urnengrabs? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir liefern Ihnen einen Überblick der zentralen Elemente eines Urnengrabs inklusive der passenden und pflegeleichten Bepflanzung für alle Jahreszeiten. Zusätzlich geben wir Ihnen in unserer Bildergalerie Ideen mit auf dem Weg, wie Sie ein Urnengrab geschmackvoll dekorieren können.

 

Top gepflegte Gräber wie diese hübschen jeden Friedhof auf.

 

DEFINITION DES URNENGRABS

Was ist ein Urnengrab und wodurch zeichnet es sich aus?

Ein Urnengrab ist eine Grabstelle in der Erde, in der die Asche eines Verstorbenen verwahrt wird. Im Normalfall beträgt die Ruhezeit dieser Grabart zwischen 20 und 25 Jahren.

 

Feuerbestattungen im Überblick

Eine Feuerbestattung ist die Kremation, also das Verbrennen des verstorbenen Menschen und die anschließende Beisetzung der Asche. Die Einäscherung wird in einem Krematorium durchgeführt und die Asche anschließend in eine Kapsel und diese wiederum in eine Urne überführt. Die darauffolgende Bestattung dieser Urne wird Urnenbeisetzung genannt.

 

Möglichkeiten der Urnenbeisetzung

Im Gegensatz zur Erdbestattung bietet die Feuerbestattung eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie eine Urne beigesetzt werden kann. Auch wenn zurzeit einige Diskussionen zu diesem Thema stattfinden, gibt es in Deutschland den sogenannten Friedhofszwang, die gesetzliche Pflicht zur Beisetzung der Asche auf einem Friedhof.

Die häufigste Form einer Urnenbeisetzung ist die auf einem Friedhof, auf dem die Asche ihre letzte Ruhe in einem Grab im Erdreich findet. Bei einem klassischen Urnengrab können Sie zwischen drei Varianten wählen: dem Reihengrab, dem Wahlgrab und dem anonymen Grab. Der Vorteil bei einem Wahlgrab ist, dass Sie sich selber eine bestimmte Grabstelle aussuchen können und sich im Laufe der Zeit sogar mehrere Urnen beisetzen lassen. Bei einem Reihengrab hingegen ist eine Auswahl nicht möglich, sondern sie werden der Reihe nach vergeben. Als dritte Möglichkeit ist ein anonymes Grab möglich, bei dem Sie Kosten sparen, allerdings auch keinen festen Trauerort besitzen.

 

Urnengräber Ansicht

Die häufigste Art der Urnenbestattung ist die auf einem Friedhof. © Serafinum.de

 

Eine weitere günstigere und pflegeleichtere Alternative zum gewöhnlichen Wahl- oder Reihengrab stellt das Rasengrab bzw. Wiesengrab dar. Die Vorteile des Rasengrabs ergeben sich dadurch, dass der Verstorbene auf einer Wiese neben vielen anderen bestattet wird und das Grab nicht individuell bepflanzt und gepflegt werden muss, da das Grab auf eine Wiese gesetzt wird. Aus vielen Ländern kennen wir auch Urnenwände auf Friedhöfen, sogenannte Kolumbarien, in denen die Urnen in kleinen Kammern verwahrt werden. Anschließend wird die Kammer mit einer Steinplatte verschlossen und die Daten des Verstorbenen eingraviert.

 

Falls der Verstorbene keine traditionelle Beisetzung auf dem Friedhof gewünscht hat, haben Sie trotz des geltenden Friedhofszwangs andere Möglichkeiten: Ausnahmen gelten nämlich für Seebestattungen und Waldfriedhöfe, auch Bestattungswald genannt. Darüber hinaus haben wir in Deutschland keine anderen Möglichkeiten zur Urnenbeisetzung, da es bei uns nicht erlaubt ist, die Asche eines Verstorbenen auf seinem Grundstück beizusetzen.

 

Verschiedene Möglichkeiten der Urnenbeisetzung in Deutschland.

Verschiedene Möglichkeiten der Urnenbeisetzung in Deutschland. © Serafinum.de

 

Maße & Kosten eines Urnengrabs

Die Fläche eines Urnengrabes kann variieren, beginnt allerdings bei 40 x 40 cm für eine einzelne Urne und beträgt im Durchschnitt etwa 80 x 80 cm. Gräber, die Platz für mehrere Urnen, beispielsweise in Form eines Familiengrabs, haben, sind dementsprechend größer, bis hin zu der Größe eines Einzelerdgrabs.

 

Auch die Kosten für ein Urnengrab variieren je nach Friedhof und sind in dessen Gebührenordnung festgelegt. Diese können Sie ganz einfach auf der Internetseite des Friedhofs oder der Ihrer Gemeinde aufrufen. Im Normalfall belaufen sich die Kosten für ein Urnengrab allerdings zwischen 600 und 1.500 Euro. Dabei sind Kolumbarien, anonyme und Reihengräber grundsätzlich günstiger als Wahlgrabstellen, bei denen Sie sich einen ganz bestimmten Platz auf dem Friedhof aussuchen können. Wahlgrabstellen haben einen weiteren Vorteil: nämlich, dass Sie die Ruhezeit nach ihrem Ablauf verlängern können. Bei Reihengräbern hingegen beträgt die Ruhezeit im Schnitt meist 20 bis 25 Jahre und ist danach auch nicht mehr verlängerbar.

 

Grabbepflanzung & Randsteine

Die Maße eines Urnengrabs variieren von Friedhof zu Friedhof. © Serafinum.de

GRABSTEINE FÜR DAS URNENGRAB

Welche Grabsteine eignen sich für ein Urnengrab?

Im Allgemeinen unterstützt ein Grabstein die Hinterbliebenen nicht nur bei ihrer Trauerbewältigung, sondern bringt auch den Charakter und die Einzigartigkeit des verstorbenen Menschen zum Ausdruck. Grabsteine unterscheiden sowohl in ihrem Material, ihrem Design und der Inschrift voneinander als auch teilweise in ihrer Funktion und Bedeutung. Dabei sind die Möglichkeiten der Grabsteingestaltung sehr vielfältig:

 

Einfache Grabsteine für Urnengräber

Urnengrabsteine, also einfache Grabsteine, sind kleiner als Grabsteine für Reihen- oder Wahlgräber. Dies liegt daran, dass Urnengräber in der Regel auch deutlich kleiner als Gräber für Erdbestattungen sind. Die Größe ist allerdings auch der einzige Unterschied zum klassischen Einzelgrabstein.

 

Besondere Grabsteine für Urnengräber

Neben klassischen und schlichten werden auch viele besondere Grabsteine für Urnengräber angeboten. Sehr beliebt sind beispielsweise Steine in Herzform. Das Herz ist überall als Symbol für Liebe und Verbundenheit bekannt und bringt somit Ihre besondere Beziehung zu dem Verstorbenen zum Ausdruck. Auch Engel haben eine lange Tradition in der Grabgestaltung und eignen sich gut als friedvolles Motiv auf einem Grab. Sie strahlen eine friedliche und liebevolle Atmosphäre auf einem Grab aus und fungieren als eine Art Beschützer, der stetig über den Verstorbenen wacht.

 

Grabsteine in Herzform bringen die Liebe und Verbundenheit zu dem verstorbenen Menschen zum Ausdruck.

 

Stehende Grabsteine

Stehende Gräber eigenen sich sehr gut für die Gestaltung von kleinen Gräbern. Da Urnengräber mit ihren meist 80 x 80 cm im Normalfall kleiner sind als andere Gräber, haben die Grabsteine für Urnengräber auch eine geringere Größe. Daher können Sie statt in der Breite auch gut in die Höhe arbeiten und getrost zu einem stehenden Grabstein greifen. In der Regel sind auf deutschen Friedhöfen Höhen von bis zu 90 cm erlaubt, wodurch Sie über ausreichend Platz für eine liebevolle Gestaltung verfügen. Beachten Sie allerdings, dass Sie solche Grabsteine nicht selber auf einem Friedhof aufstellen dürfen, sondern, dass diese Aufgabe von einem Steinmetz durchgeführt werden muss. Nachdem ein Betonfundament im Erdboden angefertigt wurde, kann der Grabstein aufgestellt und mit ihm verbunden werden, um eine ausreichende Stabilität und Standfestigkeit auch nach Jahren gewährleisten zu können.

 

Grabstein Muschel

Dieser individuelle Muschel-Grabstein ist ein toller Blickfang auf jedem Friedhof. © Serafinum.de

 

Liegesteine und Liegeplatten

Grabplatten können Sie nicht nur als Ergänzung für klassische Grabsteine, sondern auch als Alternative zu ihnen verwenden, da die Inschrift des Verstorbenen direkt in die Platte eingraviert werden kann. Weil die Steinplatte flach auf der Grabfläche liegt und somit das gesamte Urnengrab abdeckt, wird dieser Stein auch Liegestein genannt. Liegeplatten sind eine besonders pflegeleichte Variante der Grababdeckung, weil nur noch ein geringer Teil der Fläche bepflanzt und gepflegt werden muss. Außerdem sind Liegeplatten, auch Kissenstein oder einfach Grabsteinplatte genannt, eine kostengünstige Variante, da der Materialaufwand geringer ist und nur der Name und die Sterbedaten eingraviert werden müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie die Grabplatte sogar selber auf das Grab legen können. Natürlich können Sie dennoch, um sich sicherer zu fühlen, ein Fundament aus Beton anlegen und die Liegeplatte daran verankern.

 

Grabplatten & Bücher

Zusätzlich zu Liegeplatten können auf Urnengräbern selbstverständlich auch zusätzliche Grabsteine aufgestellt werden. Besonders beliebt ist hierbei die Kombination mit einem Grabstein in Form eines Buches. Doch auch als eigenständige Grabplatte ist das Buch der Klassiker schlechthin unter den liegenden Urnengrabsteinen. Das aufgeschlagene Buch bietet nicht nur für belesene Menschen eine echte Alternative zum einfachen Grabstein, sondern kann auch als Buch des Lebens interpretiert werden und als Symbol für ein erfülltes Leben stehen.

Ein Vorteil für Sie als Angehörige ist, dass Sie die Grabplatte selber auf das Grab legen können und auf keine fremde Hilfe angewiesen sind. Die Platte, die zumeist aus poliertem Granit angefertigt wird, ist zudem sehr pflegeleicht und erspart Ihnen einiges an Mühe und Kosten für die Grabpflege.

 

 

Grabsteine, die sich für die Gestaltung von Urnengräbern eignen

Grabsteine, die sich für die Gestaltung von Urnengräbern eignen. © Serafinum.de

 

Grabeinfassungen

Haben Sie sich für eine Art des Grabsteins und ein bestimmtes Modell entschieden, stehen weiterhin unterschiedliche Grabeinfassungen zur Auswahl. Eine stilvolle Grabumrandung sorgt für einen Rahmen, der das Grab gepflegt, würdevoll und harmonisch aussehen lässt. Die Grabeinfassung kann entweder aus Pflanzen in Form einer niedrigen Hecke, aber auch aus Steinen, Holz- oder Metallrahmen errichtet werden. Wählen Sie das Material, das am besten zur restlichen Grabgestaltung passt und dem Verstorbenen am ehesten gefallen hätte.

 

Eine stilvolle Grabumrandung sorgt für einen Rahmen, der das Grab gepflegt, würdevoll und harmonisch aussehen lässt.

 

Vorschriften für Urnengrabsteine

Beim Auswählen von Grabsteinen kommt es nicht nur darauf an, dass es dem Verstorbenen gefallen hätte. Es gilt auch, einige Dinge zu beachten. Als allererstes sollten Sie sich für das Errichten und Gestalten des Grabes mit Grabsteinen oder -platten bei der Friedhofsverwaltung eine Genehmigung holen. Über die erlaubten Arten, Farben und Größen können Sie sich in der jeweiligen Friedhofsverordnung im Voraus informieren. Darin ist häufig auch festgeschrieben, dass nur bestimmte Fachleute wie Steinmetze die Grabsteine errichten und setzen dürfen. Diese Vorschrift stellt sicher, dass der Grabstein ordnungsgemäß und fest im Boden verankert wird. Die Stabilität bzw. Standfestigkeit des Grabsteins muss bestimmten Richtlinien zufolge mindestens einmal im Jahr überprüft werden, um einen verkehrssicheren Zustand gewährleisten zu können.

Kosten für Urnengrabsteine im Überblick

Die Kosten für Urnengrabsteine variieren sehr stark und sind je nach Form, Art, Größe und dem gewünschten Material unterschiedlich. Darüber sollten Sie sich informieren, inwieweit die Gravur der Grabinschrift im Preis mit inbegriffen ist. Normalerweise sind Urnengrabsteine aufgrund ihrer Größe dennoch preiswerter als klassische Grabsteine, die meist etwas größer sind. Bei einem einfachen Urnengrabstein aus Sandstein oder Marmor beginnen die Preise üblicherweise bei etwa 2.400 Euro, während Kissensteine, also liegende Grabplatten, schon ab circa 400 Euro erhältlich sind.

 

Grab bunt bepflanzt

Bei einem einfachen Urnengrabstein aus Sandstein oder Marmor beginnen die Preise bei etwa 2.400 Euro. © Serafinum.de

 

Grabstein-Bücher werden vorwiegend aus Granit, Marmor oder Sandstein hergestellt. Sie kosten je nach Art des Gesteins, Größe und Gravur unterschiedlich viel. Wünschen Sie einen hochwertigen Grabstein in Buchform, der aus Naturstein von einem Steinmetz individuell angefertigt wird, sollten Sie sich bei einer Größe von 40 x 60 x 16 cm auf etwa 1.200 Euro einstellen. Günstigere Angebote finden Sie online auch schon für ungefähr 300 Euro, bei denen der Grabstein allerdings als Massenware aus dem Ausland importiert wurde und die Bedingungen bei der Herstellung nicht geklärt sind. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Grabstein – je aufwendiger er gestaltet ist – auch umso teurer wird, da nicht nur das Material, sondern auch die Arbeitsleistung des Steinmetzes bezahlt werden muss. Bei einem Steinmetz oder Bildhauer bekommen Sie auf Anfrage meist ein unverbindliches Angebot für Ihr individuelles Vorhaben.

 

BEPFLANZUNG EINES URNENGRABS

Wie kann ein Urnengrab bepflanzt werden?

Die Ruhestätte eines geliebten Menschen soll nach dessen Ableben natürlich so liebevoll wie möglich gestaltet werden, um ihm einen würdevollen Ort der Ruhe zu bieten. Blumen und andere Pflanzen bringen nicht nur Leben auf das Grab, sondern strahlen außerdem Wärme und Herzlichkeit aus. Obendrein hilft ein optisch ansprechendes Grab mit bunten Blumen den Angehörigen dabei, Ihre Trauer zu bewältigen. Je nach Jahreszeit werden gerne verschiedene Pflanzenarten gewählt, damit diese jeweils lange blühen können.

 

Blumen und andere Pflanzen bringen nicht nur Leben auf das Grab, sondern strahlen außerdem Wärme und Herzlichkeit aus.

 

Bepflanzung im Frühling/Frühjahr

Für den Frühling, der uns mit seinen ersten Sonnenstrahlen und länger werdenden Tagen erfreut, eignen sich Gehölze und Stauden wie die japanische Stechpalme (Ilex crenata) oder der Lebensbaum (Thuja). Aber auch Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Narzissen sind mit ihren farbigen Akzenten gerne auf Gräbern gesehen, um den Frühling und damit einen erneuten Umbruch einzuläuten.

 

 

Bepflanzung im Sommer

Der überwiegende Teil der Blumen und Pflanzen hat im Sommer seine Blütephase. Achten Sie beim Kauf und Anpflanzen aber unbedingt darauf, für welchen Standort die jeweilige Pflanze geeignet ist. Es ist empfehlenswert, zwischen sonnigen und schattigen Plätzen auf dem Friedhof zu differenzieren, um den Ansprüchen der Pflanzen gerecht zu werden. So können Sie beispielsweise Löwenmaul (Antirrhinum), Lilien (Lilium) oder den Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) gut auf sonnigen Gräbern pflanzen. Für schattige hingegen bieten sich unter anderem Elfenblumen (Epimedium), Fiederpolster (Leptinella squalida) oder Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana) an.

 

Grab mit toller Bepflanzung

Bunt und wunderschön – Im Sommer ist die Grabbepflanzung auf dem schönsten Stand. © Serafinum.de

 

Bepflanzung im Herbst

Der Herbst bereichert die Natur mit vielen schönen Farben und kann mit seinen letzten Sonnenstrahlen auch ein Grab zum Strahlen bringen. Herbstblüher punkten mit ihren bunten Arten wie Chrysanthemen (Chrysanthemum), Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) oder Hornveilchen (Ciola cornuta), die mit ihren warmen Farben eine romantisch-besinnliche Stimmung verbreiten. Grundsätzlich eignen sich für die herbstliche Grabgestaltung in erster Linie robuste Pflanzen, die auch kalte Temperaturen gut überstehen können. Pflanzen Sie daher am besten Stauden, Kleingehölze und Ziersträucher an, die mit ihrer Unempfindlichkeit und leichten Pflege überzeugen können.

 

Bepflanzung im Winter

In der kalten Jahreszeit benötigen Sie Pflanzen, die niedrige Temperaturen ohne Probleme überstehen und dennoch dekorativ sind. Tannengrün und Hagebuttenzweige zum Beispiel decken die Pflanzen schützend ab, sorgen für eine friedliche Atmosphäre und sind sehr hübsch anzusehen. Zudem sind im Winter viele Gräber mit Gestecken oder Kränzen geschmückt, die an die Verstorbenen erinnern sollen. Mit den Früchten der Stechpalme (Ilex) setzen Sie rote Akzente, die zauberhaft unter dem Schnee hervorleuchten.

 

Pflegeleichte Pflanzen für die Urnengrabgestaltung

Viele Hinterbliebene haben nicht die Möglichkeit, sich regelmäßig und intensiv um die Grabpflege der verstorbenen Liebsten zu kümmern – sei es aus zeitlichen, räumlichen oder gesundheitlichen Gründen. Dennoch ist es ihnen natürlich wichtig, dass die Grabstätte dauerhaft gepflegt und optisch ansprechend aussieht. Greifen Sie daher zu pflegeleichten Pflanzen, die den Arbeitsaufwand auf ein Minimum beschränken und dennoch optisch ansprechend aussehen. Dafür eignen sich vor allem langsam wachsende Pflanzen, die eher robust und möglichst winterhart sind. Immergrüne Pflanzen wie die Heckenmyrthe (Loncera nitida) kommen mit jedem Standort zurecht und geben dem Grab das ganze Jahr über Leben. Echte Klassiker für eine pflegeleichte Grabbepflanzung sind Bodendecker, die sich wie ein Teppich über die Erde legen und den Bewuchs von Unkraut verhindern. Ein mit Bodendeckern, wie dem Polsterphlox (Phlox subulata) oder der Roten Scheinbeere (Gaultheria procumbens), bepflanztes Grab sieht das ganze Jahr über gepflegt aus und benötigt nicht viel Pflegeaufwand.

 

 

Tipps für die pflegeleichte Bepflanzung von Urnengräbern. © Serafinum.de

Tipps für die pflegeleichte Bepflanzung von Urnengräbern. © Serafinum.de

 

DEKORATION FÜR URNENGRÄBER

Wie kann ein Urnengrab dekoriert werden?

Neben einem Platz für die Trauer bietet ein Grab außerordentlich viele Gestaltungsmöglichkeiten, um dem Grab nicht nur ein schönes Äußeres, sondern auch einen persönlichen Charakter zu verleihen.

 

Urnengrabgestaltung mit Kies & Steinen

Eine Grabgestaltung mit Kies und Steinen ist eine gute Möglichkeit, um den Pflegeaufwand möglichst gering zu halten. Kies ist nämlich nicht nur günstig in der Anschaffung, sondern auch sehr anspruchslos in der Pflege. Dazu kommt, dass Stein ein sehr beständiges Material ist, das so gut wie nie erneuert werden muss. Greifen Sie bei dem Kies zu naturfarbenen Tönen, die sich gut in das Gesamtkonzept der Grabfläche einfügen und ein edles Bild abgeben. Heben Sie dafür die Grabfläche leicht aus und entfernen Sie sie von Unkraut, Wurzeln und Steinen. Bevor Sie nun den Kies auf die gewünschte Fläche aufschütten, sollten Sie zuerst ein Vlies verlegen, das dem Wachstum vom Unkraut entgegenwirkt. Für Pflanzen und Deko-Elemente wie Grablichter können Sie einfach Aussparungen an den entsprechenden Stellen vornehmen. Schütten Sie anschließend den Kies auf der Grabfläche auf und verteilen Sie ihn flächendeckend. Kleiner Tipp: Das Urnengrab wirkt zusätzlich ästhetisch, wenn Sie mit dem Kies oder den Steinen Muster legen.

 

Grab Kies und Figuren

Kies und Steine gestalten die Grabpflege besonders pflegeleicht. © Serafinum.de

 

Lichter, Lampen & Laternen für Urnengräber

Grableuchten stellen eine besondere Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten her. Bei Grabkerzen und –laternen haben Sie die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Varianten: So können Sie einerseits herkömmliche Kerzen aus Wachs verwenden, um mit einem kleinen Licht den Toten zu gedenken. Die zweite – und immer beliebtere – Möglichkeit ist es, Leuchten mit Solarzellen aufzustellen. Diese haben ganz klar zum Vorteil, dass sie über eine deutlich längere Leuchtdauer verfügen. Um die Lichter vor äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Wind zu schützen, helfen Grablaternen, die einen schützenden Raum für Lichter schaffen. Sie sind in vielen verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Bronze oder Aluminium, erhältlich und lassen sich als Diebstahlsicherung mit ein paar Handgriffen an der Grabplatte oder einem anderen Untergrund befestigen.

Figuren & andere Dekoration für Urnengräber

Zur Dekoration des Grabs stellen viele Hinterbliebene Figuren als würdevolle Verzierung auf. Hochwertige Skulpturen können jedes Grabmal optisch aufwerten und lassen sich gut mit Grablaternen oder anderen Deko-Elementen kombinieren. Ein häufiges Motiv bei Grabfiguren sind Engel, die dem Grabmal einen Ausdruck von Liebe und Friede verleihen. Aber auch Madonnen, Jesusdarstellungen oder Schutzpatrone sind beliebte Motive für Grabfiguren. Achten Sie bei Deko-Artikeln auf die Beständigkeit gegenüber kalten Temperaturen und Wettereinflüssen, damit sie auch im Winter und nach Niederschlägen noch ein gepflegtes Äußeres besitzen. Neben Grabfiguren sind unter anderem auch Grabvasen, Pflanzschalen oder Weihwasserbecken sehr beliebt als Grabschmuck.

 

Grabfigur Engel

Figuren sorgen für neue Akzente auf dem Grab. ©Serafinum.de

25 BILDER MIT MUSTERGRÄBERN FÜR DIE URNENGESTALTUNG

Wie kann ein Urnengrab gestaltet werden?

ZUSAMMENFASSUNG

Welche Punkte sollten bei der Urnengrabgestaltung beachtet werden?

Im Gegensatz zur Erdbestattung bietet die Feuerbestattung eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Urne beizusetzen. Die am meisten verbreitete Variante ist die Beisetzung auf einem Friedhof, auf dem ein etwa 80 x 80 cm großes Urnengrab angelegt wird. Um den einzigartigen Charakter des Verstorbenen bestmöglich auszudrücken, können Sie zwischen verschiedenen Grabsteinen, -platten und -einfassungen wählen. Die Kosten für einen Grabstein variieren von Modell zu Modell und hängen sehr stark von Größe, Material und der gewünschten Details ab. Mit geschickt ausgewählten Pflanzen, ästhetischen Grabschalen, -lichtern und -laternen können Sie die Urnengrabstätte nicht nur schmücken und optisch aufwerten, sondern auch eine zusätzliche Verbindung zu dem Verstorbenen schaffen.

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veröffentlicht am: 08 Juni 2019 - aktualisiert am: 25 Juni 2019

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Autor bei Gartentraum

Jenny Röck

Redakteur

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