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Es ist soweit – die ersten Blätter an den Bäumen beginnen ihre Farbe zu ändern, die Winde wehen wieder kühler und die Erntezeit beginnt. Der Herbst zeigt sich auch dieses Jahr wieder von seiner schönsten und farbenprächtigsten Seite und so wird es Zeit, auch die Grabbepflanzung auf dem Friedhof dieser Jahreszeit optisch schön und nützlich anzupassen. Ideen zur wundervoll herbstlichen Grabgestaltung sind vielfältig – 20 davon möchten wir Ihnen vorstellen.

Gräber herbstlich gestalten

Um die Grabbepflanzung und den Grabstein auch im Herbst ordentlich und ansehnlich zu halten, sollten bald schon einige Vorkehrungen getroffen und an den Austausch der Grabbepflanzen gedacht werden. Von folgenden Gestaltungstipps können sie sich inspirieren lassen:

Wechsel- oder Dauerbepflanzung

Nachdem die Sommerblumen lange Zeit in prächtigen Farben standen, können nun mit dem Wechsel der Jahreszeit Herbstblüher an ihre Stelle treten. Diese Blumen genießen die letzten kräftigen Sonnenstrahlen des beginnenden Herbstes, werden aber auch bei den ersten Minusgraden nicht die Köpfchen hängen lassen.

Bei der Neubepflanzung der Grabstätte ergeben sich dem Gestalter viele Möglichkeiten. Zuerst sollten sich Gedanken darüber gemacht werden, wie viel Zeit Sie später in die Pflege der Pflanzen investieren können und wie groß die zu bepflanzende Fläche ist. Soll der Pflegeaufwand gering gehalten werden, oder handelt es sich um ein großflächiges Grab, bietet es sich an, zumindest einen Teil der Bepflanzung aus mehrjährigen oder dauerhaften Gewächsen bestehen zu lassen. Dabei eignen sich beispielsweise lange bunt blühende Knospenblüher wie der Wacholder oder die Schneebeere.

Handelt es sich um ein Grab mit wenig Fläche, beispielsweise ein sogenanntes Urnengrab in dem eine Urne beigesetzt wurde, oder steht mehr Zeit für die Grabpflege zur Verfügung, können auch saisonale Pflanzen eingesetzt werden, die nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden müssen.

Für die herbstliche Grabbepflanzung eignen sich besonders robuste Pflanzen, da sie auch den kommenden Winter mit bisweilen sehr kalten Temperaturen gut überstehen. Dabei kann beispielsweise auf Stauden, Kleingehölze oder Ziersträucher zurückgegriffen werden. Diese lassen sich durch ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Kälte und Trockenheit besonders leicht pflegen. Zudem blühen sie mehrjährig und setzen selbst im Winter durch ihr immergrünes Kleid farbliche Akzente auf der Grabstätte.

Die beliebtesten Gewächse für die Herbstzeit sind farbenfrohe Pflanzen wie die Besenheide und Chrysanthemen, kleinblütige Herbstzeitlose und Herbstmargeriten, sowie winterharte Varianten von Stiefmütterchen und Hornveilchen.

Herbstliche Farben und Pflanzen

Angelehnt an das Farbenspiel der Natur in den Herbstmonaten, kann auch bei der Grabgestaltung auf dem Friedhof mit Rot-, Orange- und Gelbtönen gearbeitet werden.
Diese Farben strahlen Wärme und Ruhe aus, bieten eine anmutige Optik und verbreiten eine romantisch-besinnliche Stimmung. Außerdem können sie auch mit braunen bis dunklen Akzenten versetzt werden.
Wem bunte Grabpflanzen zu auffällig sind und wer lieber eine schlichte Gestaltung der Ruhestätte wünscht, kann auch auf blasse Farben und Grautöne zurückgreifen. Diese erinnern optisch an die bevorstehende Winterzeit und übermitteln ein Gefühl von Ewigkeit. Besonders schön wirken hierbei Kombinationen aus weißen Astern, dem Silberblatt und hellen Christrosen. Sollen dennoch kleine farbliche Akzente zwischen diesen schlichten Pflanzen gesetzt werden, kann auf immergrüne Gewächse, wie dem Schwingelgraß, oder Blumen in zartem Lila zurückgegriffen werden, wie beispielsweise der Erika.

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Herbstblumen im Überblick

 
A
  • Aster
  • Alpenveilchen
G
  • Goldhaar-Aster
  • Gitterkraut
P
  • Perückenstrauch
  • Purpurglöckchen
  • Purpur-Fetthenne
B
  • Besenheide
  • Bärenfell-Schwingel
  • Blau-Schwingelgras
  • Berberitze
H
  • Herbst-Anemone
  • Habichtskraut
  • Herbstzeitlose
  • Herbstmargeriten
  • Hornveilchen
  • Heiligenblume
S
  • Sommerheide
  • Storchschnabel
  • Sonnenhut
  • Silberblatt
  • Steinquendel
  • Skimmie
C
  • Chrysantheme
  • Calluna
  • Carnea
  • Christrose
  • Currykraut
K
  • Kissen-Aster
  • Königskerze
  • Krähenbeere
V
  • Viola
  • Veronika
D
  • Dost
L
  • Liguster
W
  • Wacholder
E
  • Elfenblume
M
  • Moschus-Malve
  • Mauerpfeffer
Z
  • Zypresse
  • Zwergulme

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Dekoration und Inspiration

Ob Urnen- oder Doppelgrab, farbenfrohe oder schlichte Bepflanzung – für jede Art von Grabstätte gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Gestaltung durch passende Grabschmuck-Dekoration zu ergänzen und abzurunden.

Beliebt ist vor allem die Beigabe von Kränze aus natürlichen Materialien, bepflanzter Schalen und Grablaternen. Besonders zur herbstlichen Jahreszeit gibt es eine breite Palette an Früchten, Samen und Pflanzen, die getrocknet und in Gestecke integriert, eine schöne Abwechslung in der Grabgestaltung darstellen. Vor allem Kastanien und Eicheln, bunte Blätter und Zweige, sowie Hagebutten und andere Beeren eignen sich hierfür hervorragend. Kombiniert man diese mit Moosen und Heu, Bast, Strick oder Stoffen, lassen sich sehr persönliche Grabbeigaben erschaffen, an denen sich jeder, der ein wenig Kreativität und handwerkliches Geschickt besitzt, auch selbst versuchen kann.

Wer die Grabstätte jedoch lieber elegant und modern gestalten möchte, kann auch mit Zierkies arbeiten und Dekorationselemente aus Draht, Metall und Stein wählen.

Anlässlich des Totensonntags, der Ende November begangen wird, werden auf vielen Friedhöfen als Zeichen der Hoffnung Grablichter, Laternen und Kerzen angezündet, sowie kleine Gedenksteine mit Inschriften oder Figuren auf den Ruhestätten platziert.
Das Gedenken und die Ehrung der Verstorbenen ist oftmals für die Angehörigen ein ganz besonderer Brauch der jedes Jahr sehr bedächtig abgehalten wird. Oftmals werden die Grabplatten auch mit frischen Blumenbouquets in Grabvasen geschmückt und Weihwasserkessel aufgestellt.

Je nach Art des Grabes und abhängig von den Vorlieben der Verstorbenen und der Angehörigen gibt es Grabschmuck in ganz unterschiedlichen Formen und Ausführungen, sowohl herkömmlich und schlicht als auch persönlich und individuell gestaltet.

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Tipps zur Grabgestaltung im Herbst

Wie es zu allen Jahreszeiten der Fall ist, bringt auch der Herbst besondere Anforderungen an Pflege und Gestaltung der Grabstätten mit sich. Bereits beim Auspflanzen der Sommerblumen müssen verschiedene Dinge beachtet werden:

Grundsätzlich gilt, dass Grabstätten bepflanzt werden können, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Damit die neu eigesetzten Pflanzen die ersten kalten Tage und den nahenden Winter überstehen, sollten alle Neubepflanzungen jedoch unbedingt vor November abgeschlossen sein. Nur, wenn die Gewächse zum Zeitpunkt des ersten Frosts im Boden angewachsen sind, werden sie diesen unbeschadet überstehen.

Der Boden verliert über das Jahr hinweg an Nährstoffen, die allerdings sehr wichtig sind, wenn neue Pflanzen gut und schnell darin anwachsen sollen. Erde, die im Zuge des Ausgrabens der Sommerblumen entnommen wurde, muss somit unbedingt durch frische, hochwertige Blumenerde ersetzt werden. Auch das Anreichern des Bodens mit Nährstoffdünger kann entscheidend Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen nehmen.

Ist schließlich die Erde nachgefüllt und die Bepflanzung des Grabes beendet, sollte als Abschluss eine Schicht Graberde aufgetragen werden. Da auch im nächsten Frühling die Grabstätte wieder in schönen Farben erstrahlen und mit reichlich Blumen geschmückt sein soll, bietet es sich an, im Zuge der Pflanzarbeiten auch Zwiebeln für Frühblüher in die Erde zu bringen.

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Bei der Pflege des Grabes ist anschließend zu beachten, dass abgestorbene Pflanzenteile, Unkraut und von den Bäumen gefallenes Laub immer entfernt werden müssen. Diese würden sonst durch die Feuchtigkeit zu faulen beginnen und den Boden verderben.

Werden zum Herbstende hin die Winde noch rauer und sinken die Temperaturen in den Minusbereich, sollten neu eingesetzte Pflanzen und Bodendecker, die dem Frost nicht standhalten, mit Kiefernzweigen abgedeckt werden. Jedoch darf dies nicht zu früh geschehen, da die Pflanzen unter den Zweigen sonst zu schimmeln beginnen.

Für welchen Pflanzenbesatz und welche Grabdekoration Sie sich schließlich entscheiden, hängt ganz von Ihren Vorstellungen und Ideen ab. Der Herbst bietet mit seiner Vielfalt an Farben und Formen viel Platz für Kreativität und mit ein bisschen handwerklichem und künstlerischen Geschick lassen sich schöne Grabbeilagen und Friedhofsschmuck ganz einfach selbst anfertigen.

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Beispiele für Gräber mit Herbstpflanzen

In den kühleren Jahreszeiten ist es sehr wichtig, dass die Gestaltung der Grabstätten nicht nur optisch schön anzusehen, sondern auch praktisch ist. Im Falle dieser Ruhestätte wurde auf dem Grab das Silberblatt gepflanzt und durch rote Blumen und Beeren sowie grüne Kiefernzweige Akzente gesetzt. Dies sieht nicht nur elegant aus, es schützt auch den Boden und die Pflanzen vor Frost. Auch bei dieser Bepflanzung wurden typische Herbstpflanzen verwendet. Dabei spiegeln die verschiedenfarbigen Eriken die Farben des Herbstes wieder und durch die Lampen wird das Grab auch bei Nacht in besinnlichen Rottönen leuchten.

Bildnachweis: Titelbild © Patryk Kosmider – Fotolia.com; Galeriebilder: JLPfeifer; chalabala; lightpoet; Stefan Körber; piotrszczepanek; Petra Beerhalter; contadora1999 – Fotolia.com

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