Nachruf schreiben: Top-Beispiele zum angemessenen Formulieren & Gestalten

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Wird für einen Verstorbenen ein Nachruf verfasst, soll ein Blick auf sein Leben geworfen und ihm damit gewürdigt werden. Dies geschieht oftmals mit einem Nachruf, der das Leben des Verstorbenen noch einmal Revuepassieren lassen soll und den Trauernden, aber auch Menschen, die ihn nicht gekannt haben, ein Bild des Verstorbenen zeichnet.

DEFINITION & BEDEUTUNG DES BEGRIFFS NACHRUF

Was genau ist ein Nachruf und wo kommt er zum Einsatz?

Laut Duden bedeutet das Wort „Nachruf“, dass ein Mensch, der vor kurzem verstorben ist, mit einigen Worten gewürdigt wird. Dabei werden immer auch die Leistungen des Verstorbenen während seines Lebens betrachtet und gegebenenfalls bewertet. Traditionell wird ein Nachruf in schriftlicher Form verfasst und meist in Zeitungen oder anderen Printmedien veröffentlicht. Neue Medien erlauben aber Nachrufe in unterschiedlichen Formen. So ist ein Video-Nachruf oder eine ganze Gedenk-Website heutzutage keine Seltenheit mehr, um eine verstorbene Person zu würdigen. Längst wird ein solcher Nachruf auch nicht mehr nur für prominente Persönlichkeiten, Politiker oder Angehörige des Königshauses geschrieben. Das Gedenken an den Verstorbenen wird von allen möglichen Menschen zelebriert. So sind beispielsweise Nachrufe für die eigenen Eltern, Großeltern, Geschwister oder gar Kinder keine Seltenheit mehr.

 

Geschichte des Nachrufs und historischer Hintergrund

Der Nachruf als solcher hat keine besonders lange geschichtliche Tradition. Vielmehr wurde der Begriff als deutsche Übersetzung des Fremdwortes „Echo“ im 17. Jahrhundert von Philipp von Zesen geprägt. Erst später, nämlich Anfang des 19. Jahrhunderts, wurde der Begriff „Nachruf“ mit dem Sterben in Verbindung gebracht. So wurde er später mit dem Nachruhm gleichgesetzt bzw. als Worte, die der Verstorbene der Welt hinterlässt, definiert. Als die Begriffe „Nekrolog“, dessen Bedeutung einen anderen Ursprung hat, und „Nachruf“ in Verbindung gebracht wurden, prägte sich die heutige Bedeutung der Würdigung des Lebenswerkes eines Verstorbenen. Mittlerweile ist nicht mehr genau festgelegt, was als Nachruf bezeichnet werden kann und was nicht. In der Regel wird jeder schriftlich oder mündlich formulierte Inhalt, der das Leben eines Verstorbenen darlegt und an den Toten erinnert, von dem jeweiligen Verfasser als Nachruf bezeichnet.

 

Unterschied zwischen Nachruf und Nekrolog

Als Nekrolog wurde ursprünglich ein Verzeichnis in Klöstern und Stiften während des Mittelalters bezeichnet, in welchem die Tode der Bevölkerung dokumentiert wurden. Diese hatten keinen großen Umfang und beinhalteten auch keine detaillierten Informationen über den Verstorbenen, sondern sollten schlicht und einfach festhalten, welche Personen zu welcher Zeit verstorben waren. In der Neuzeit kam dann die heutige Bedeutung auf, welche den Nekrolog als Würdigung einer verstorbenen Person bzw. ihres Lebenswerkes beschreibt. Auch heutzutage ist diese Bedeutung noch immer gängig für den Nekrolog. Als deutsche Übersetzung des Fremdwortes wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts der Begriff „Nachruf“ etabliert. So werden heutzutage der Nekrolog und der Nachruf als Synonyme behandelt und meinen somit dasselbe.

 

Nekrolog und Nachruf entwickelten sich im Laufe der Geschichte zu Synonymen

Nekrolog und Nachruf entwickelten sich im Laufe der Geschichte zu Synonymen.

10 REGELN FÜR EINEN NACHRUF

Welche Regeln sollten bei einem Nachruf beachtet werden?

Um der verstorbenen Person einen würdevollen Abschied zu bereiten, sollten Sie sich beim Verfassen eines Nachrufes an einige Regeln halten. Vor allen Dingen geht es hier um inhaltliche Regeln, die darauf abzielen, ein Verunglimpfen oder ein Schlechtreden des Verstorbenen zu verhindern. Doch auch formelle Regeln sollten Sie einhalten, da die gängige Form viele Details über den Verstorbenen vorgibt, die interessant für die Nachwelt sein könnten.

  1. Vollständigkeit der Angaben: Gerade bei Nachrufen für Mitarbeiter, Vereinsmitglieder oder Kollegen in anderer Form sollten Sie einige Punkte auf jeden Fall im Nachruf festhalten. Dazu gehören:
    • Vollständiger Name inkl. Titel
    • Geschlecht
    • Position in der Firma oder Funktion im Verein
    • Dauer des Arbeitsverhältnisses bzw. der Mitgliedschaft oder der Tätigkeit
    • Positive Ereignisse
    • Ehrungen, Belobigungen, Auszeichnungen
    • Ort und Datum der Trauerfeier (falls die Angehörigen dies gestatten)
  2. Korrekte Daten und Aussagen: Ein Fauxpas, welchen Sie sich bei einem Nachruf nicht leisten sollten, sind falsche Daten, Angaben und Aussagen über die verstorbene Person. Gerade wenn es sich nicht um den engsten Kreis handelt, sollten Sie bei Ihrer Recherche genau sein und alles gut prüfen. Schreiben Sie beispielsweise einen Nachruf für einen Arbeitskollegen, lassen Sie besser Inhalte, bei welchen Sie sich nicht ganz sicher sind, weg und beschränken sich auf Beschreibungen von Ereignissen und Informationen, derer Sie sich sicher sind.
  3. Persönliches Bild des Verstorbenen: Ein Nachruf sollte sich nicht nur auf das Schaffen und die beruflichen Leistungen des Verstorbenen beschränken, sondern ein ganzheitliches und persönliches Bild der Person zeichnen. Achten Sie deshalb darauf, auch Charaktereigenschaften und persönliche Besonderheiten des Verstorbenen mit einfließen zu lassen.
  4. Meilensteine im Leben erwähnen: Ein Nachruf sollte immer die wichtigsten Ereignisse und Meilensteine im Leben der verstorbenen Person erwähnen. Hat der oder die Verstorbene beispielsweise eine Familie gegründet, Kinder bekommen, geheiratet oder eine Firma gegründet, sollten Sie dies im Nachruf erwähnen. Auch prägende Ereignisse wie eine besondere Reise oder soziales Engagement finden hier ihren Platz.
  5. Dem Medium der Veröffentlichung angemessen: Da heutzutage viele unterschiedliche Medien zur Veröffentlichung eines Nachrufes zur Verfügung stehen, ist auch die Form dieser Würdigung variabel. Achten Sie dennoch darauf, dass die Form des Nachrufes dem Medium, welches Sie zur Veröffentlichung wählen, angemessen ist. Bei einem Zeitungsinserat oder einer betrieblichen Meldung im geschäftlichen Kontext sollten Sie beispielsweise formelle Regeln beachten. Bei der Veröffentlichung eines Nachrufs auf einer Trauerwebsite sind solche Regeln nicht vonnöten. So können Sie hier auf kreative Weise dem Verstorbenen gedenken.
  6. Positive Grundhaltung: Achten Sie beim Verfassen des Nachrufs darauf, eine positive Grundhaltung beizubehalten. Gute Charakterzüge der verstorbenen Person und Erfolge in ihrem Leben und Schaffen sollten hervorgehoben werden, um den verlorenen Menschen in guter Erinnerung zu behalten und den Prozess der Trauerverarbeitung zu unterstützen. Negative Handlungen oder Schwächen des Verstorbenen sollten hier nicht erwähnt werden bzw. keinen zu großen Stellenwert einnehmen.
  7. Eigene Wertschätzung zum Ausdruck bringen: Auch wenn kein Mensch fehlerfrei ist, sollten Sie versuchen, negative Erinnerungen wegzulassen und sich auf den Ausdruck Ihrer Wertschätzung gegenüber der verstorbenen Person zu beschränken. Jedoch ist auch eine Aneinanderreihung hochlobender Worte für den Verstorbenen nicht zu empfehlen, da das schnell gekünstelt und unecht wirkt. Versuchen Sie deshalb, die Wertschätzung, die Sie für die verstorbene Person empfinden, zu beschreiben, ohne dabei das Leben des Verstorbenen zu idealisieren.
  8. Feindseligkeiten vermeiden: Wer einen Nachruf verfasst, hatte meist eine positive Beziehung zu der verstorbenen Person und hat deshalb kein Interesse daran, Negativität in einem Nachruf Raum zu geben. Genau so sollten Sie es auch mit anderen Trauernden handhaben. Feindseligkeiten in der Familie, Streitigkeiten oder Unstimmigkeiten sollten hier keinen Platz finden.
  9. Keine „werbenden“ Inhalte: Für viele Menschen versteht es sich von selbst, dennoch sollte erwähnt werden, dass werbende Inhalte in einem Nachruf unangebracht sind und deshalb nicht mit eingebaut werden sollten. Dieser Punkt bezieht sich hauptsächlich auf berufliche Nachrufe des Arbeitgebers. Um die verstorbene Person würdevoll zu verabschieden, sollten Sie von der Anpreisung Ihres Unternehmens absehen und sich ausschließlich auf den Verstorbenen beschränken.
  10. Das Herz sprechen lassen: Die letzte und wichtigste Regel für das Verfassen eines Nachrufs ist auch diejenige, die sich am einfachsten umsetzen lässt: Lassen Sie Ihr Herz sprechen. Das Ausdrücken authentischer Gefühle und der wahren Trauer eines Angehörigen, Freundes, Kollegen oder Bewunderers ist am angemessensten, um der verstorbenen Person zu gedenken.

 

GRÜNDE FÜR DAS VERFASSEN EINES NACHRUFS

Aus welchem Grund wird ein Nachruf verfasst?

Die Gründe für das Verfassen eines Nachrufes können vielfältig sein. Einer der wichtigsten Gründe ist natürlich, um die Öffentlichkeit über den oft plötzlichen Tod eines Menschen zu informieren und die eigene Trauer darüber auszudrücken. Doch auch um verstorbene Personen zu ehren, werden häufig Nachrufe verfasst. Gerade bei prominenten Künstlern, wie beispielsweise Schauspielern oder Musikern, Politikern oder anderen Personen der Öffentlichkeit werden Nachrufe in den Medien geteilt, um sie zu ehren und die Welt über ihre Leistungen und ihr Lebenswerk zu informieren. Doch die verstorbene Person ist oft nicht der einzige Grund, weshalb ein Nachruf verfasst wird. Vielen Trauernden hilft das Schreiben eines solchen Briefs bei ihrer eigenen Trauerverarbeitung. So kann sich der Trauernde mit dem Tod auseinandersetzen und sich an die schönen Momente zurückerinnern. Das tröstet nicht nur den Verfasser, sondern auch alle anderen Zurückgebliebenen, die den Nachruf dann lesen oder auf der Trauerfeier in Form einer Trauerrede hören.

 

Gründe für das Verfassen eines Nachrufes

Gründe für das Verfassen eines Nachrufes. ©Serafinum.de

VERFASSEN EINES NACHRUFS ALS TRAUERHILFE

Wie kann das Verfassen eines Nachrufs bei der Trauerbewältigung helfen?

Das Verfassen eines Nachrufs wird oft als Hilfe zur Trauerbewältigung verstanden. Das liegt daran, dass sich der Verfasser des Nachrufs meist intensiv mit der verstorbenen Person und seinem Leben auseinandersetzt. Im Gegensatz zur Verdrängung der Trauer ist die Beschäftigung mit dem Tod zwar ein schmerzlicher Prozess, der besonders für Angehörige und enge Freunde nur schwer zu ertragen ist. Doch die Auseinandersetzung hilft bei der Trauerbewältigung, da der Trauernde hierdurch damit abschließen kann. Auch die Aufarbeitung positiver Ereignisse im Leben des Verstorbenen hilft vielen Trauernden, mit dem Schicksalsschlag ihren Frieden zu schließen. Denn die Fokussierung auf das schöne Leben, welches der Verstorbene hatte, unterstützt dabei, den Blickwinkel auf den Tod zu ändern und diesen zu akzeptieren. Arbeiten Sie mit anderen Angehörigen, mit der Familie oder Freunden des Verstorbenen eng zusammen, um den Nachruf zu verfassen, so kann auch dieses Gefühl der Gemeinschaft tröstlich sein. Viele Trauernde brauchen den Zusammenhalt anderer Personen, die ebenso fühlen wie sie selbst. Durch die gemeinsame Beschäftigung mit dem Leben des Verstorbenen werden schöne Erinnerungen ausgetauscht, Anekdoten geteilt, amüsante Geschichten erzählt und gemeinsam getrauert. Diese Momente geben Zurückgebliebenen das Gefühl, nicht allein zu sein und helfen so dabei, den Tod zu akzeptieren und die Trauer zu bewältigen.

 

ZEITPUNKT ZUM VERFASSEN EINES NACHRUFS

Wann wird ein Nachruf in der Regel verfasst?

Grundsätzlich können Sie einen Nachruf veröffentlichen, wann immer Sie wollen. Eine Regel sollten Sie dabei allerdings beachten: Veröffentlichen Sie Ihren Nachruf nicht, bevor die Familie bzw. die Angehörigen des Verstorbenen einen Nachruf veröffentlicht hat. Um dies einzuhalten, fragen Sie am besten bei den Angehörigen nach. Da Nachrufe meist in der Tageszeitung veröffentlicht werden, sind Sie hier sowieso an die Vorgaben der Zeitung gebunden. Gegen das gleichzeitige Veröffentlichen der Nachrufe spricht nichts, deshalb können Sie Ihren Nachruf auch ohne Bedenken in der gleichen Ausgabe veröffentlichen, wie die von der Familie des Verstorbenen gewählten. Auch beim Verfassen des Nachrufs über eine Website oder irgendwo anders im Internet, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Bekanntgabe des Todes nicht vor den Angehörigen des Verstorbenen veröffentlichen.

 

NACHRUF FÜR VERSCHIEDENE PERSONENGRUPPEN

Wie unterscheiden sich die Nachrufe für verschiedene Personengruppen voneinander?

Je nachdem für wen der Nachruf geschrieben werden soll, unterscheiden sich die Inhalte deutlich. Dabei kommt es natürlich immer auf die jeweilige verstorbene Person an, was genau im Nachruf festgehalten wird. Jedoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die in vielen Nachrufen unterschiedlicher Personengruppen auftauchen. Planen Sie beispielsweise das Verfassen eines Nachrufes für eine bekannte Persönlichkeit, einen Prominenten, einen Politiker, Musiker oder für ein Mitglied eines Königshauses, so spielt öffentliches Interesse eine große Rolle, da diese Personen oft Fans und Anhänger hatten, die ebenfalls um den Verstorbenen trauern. Da Sie die Menschen in Ihrem Umfeld, im Gegensatz zu prominenten Persönlichkeiten, gut kennen, fällt ein Nachruf für einen von Ihnen geliebten Menschen in der Regel deutlich persönlicher aus. So ist ein Nachruf für den Vater, die Partnerin, den besten Freund oder das eigene Kind immer eine besondere Herausforderung und fällt deshalb deutlich emotionaler aus.

 

Nachrufe für Freunde oder Familie können bei der Beerdigung vorgetragen werden

Nachrufe für Freunde oder Familie können bei der Beerdigung vorgetragen werden. | © mdennah – Fotolia.com

Nachrufe für bekannte Persönlichkeiten und Prominente

Zu bekannten Persönlichkeiten und Prominenten zählen viele unterschiedliche Personengruppen. So zum Beispiel Schauspieler, Musiker, Maler und andere Künstler. Doch auch Politiker zählen zu den Personen des öffentlichen Lebens, ebenso meist ihre Lebenspartner. Familien von internationalen Königshäusern erhalten auch hierzulande Nachrufe, wenn sie von Interesse für die Gesellschaft sind.

Schauspieler: So werden beispielsweise für berühmte Schauspieler häufig Nachrufe geschrieben, in welchen die Karriere der Verstorbenen und ihr künstlerisches Schaffen dargestellt werden. Gerade besonders große Rollen, die ganze Generationen geprägt haben, werden in solchen Nachrufen gerne thematisiert. Dies ist beispielsweise in Nachrufen für den 2016 verstorbenen Schauspieler Bud Spencer immer wieder der Fall. In diesen ist von seinem schauspielerischen Schaffen die Rede, welches sich in Anspielungen in den für ihn verfassten Nachrufen widerspiegelt. Eine solche Fixierung auf das Lebenswerk bekannter Schauspieler ist nicht verwunderlich, da die Rollen für viele trauernde Fans und Anhänger das Einzige sind, das sie aus dem Leben der verstorbenen Persönlichkeit kannten.

Sänger und Musiker: Auch bei Sängern und anderen Musikern konzentrieren sich Nachrufe vor allen Dingen auf ihre musikalische Karriere und ihre Bedeutung für die musikalische Prägung ganzer Generationen. So beispielsweise bei Nachrufen für den Schlagersänger Karel Gott, welcher 2019 verstarb. Nachrufe thematisieren hauptsächlich sein musikalisches Schaffen und erwähnen die Erfolge seiner Karriere. Hier verhält es sich ähnlich wie bei Nachrufen für Schauspieler. Gerade Magazine und Zeitungen, die Nachrufe für berühmte Persönlichkeiten verfassen, verfügen meist nicht über allzu viele private Informationen und müssen sich in ihren Nekrologen deshalb auf das berufliche Schaffen von Musikern beschränken. Doch das ist meist für trauernde Fans und Anhänger genug, da sie sich mit den Inhalten identifizieren können, handelt es sich doch um Musik, die sie und ihr Leben geprägt hat.

Personen des öffentlichen Lebens: Bei Personen des öffentlichen Lebens geht es um Partner von Berühmtheiten, die sich durch eigene Taten einen Namen machen konnten oder um Menschen, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben. Deshalb liegt der Fokus von Nachrufen auch hier meist auf den Handlungen und Taten der verstorbenen Personen, wie beispielsweise ihr soziales Engagement oder ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Politiker: Nachrufe von Politikern sind in der Regel von ihrem Schaffen und den größten Erfolgen ihrer Karriere geprägt. Zwar wird in der Regel auch immer über ihre Ehepartner und Kinder berichtet, doch der Fokus liegt meistens darauf, welchen Einfluss ihr Leben auf die Gesellschaft hatte. Umstrittene Entscheidungen sowie negative Ereignisse in ihrem Leben oder ihrer Karriere werden in solchen Nachrufen auch erwähnt, obwohl sie meist nur beiläufig angesprochen werden, um dem Verstorbenen trotz allem einen würdevollen Abschied zu gewähren.

 

Nachrufe für Vereinsmitglieder

Als Teil einer Gemeinschaft verbindet Vereinsmitglieder oft eine jahrelange und intensive Freundschaft. Ob es sich nun um den Fußballverein, den Angelverein, den Kleintierzüchterverein oder ein anderes Hobby handelt – oft haben die Mitglieder viele Stunden gemeinsam verbracht und so ein enges Verhältnis zueinander aufgebaut. Aus diesem Grund ist es für viele eine Selbstverständlichkeit, für einen Dahingeschiedenen aus den eigenen Reihen einen Nachruf zu verfassen. Dabei werden hier nicht unbedingt lange Briefe verfasst, die im großen Stil in einer Zeitung veröffentlicht werden. Oft schreiben Vereine Nachrufe in Form von Traueranzeigen in Zeitungen, um der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass eines ihrer Mitglieder nicht mehr unter den Lebenden weilt. Verfügt der Verein über eine eigene Website, werden auch hier in einem eigenen Bereich oder unter den Vereinsneuigkeiten gerne ein paar Worte über den Verstorbenen veröffentlicht. Die Inhalte eines Nachrufs für ein Vereinsmitglied beinhalten zum einen die Persönlichkeit des Verstorbenen und zum anderen die Mitgliedschaft und das Engagement im Verein. So wird beispielsweise gerne erwähnt, mit welchen persönlichen Eigenschaften der Verstorbene das Leben im Verein geprägt hat und woran sich die Vereinsmitglieder gerne zurückerinnern. Konnte der Verstorbene im Laufe seines Lebens besondere Leistungen für den Verein erbringen, wird das ebenso erwähnt wie Auszeichnungen und Ehrungen auch.

 

Personengruppen, für die Nachrufe verfasst werden

Personengruppen, für die Nachrufe verfasst werden, im Überblick. ©Serafinum.de

 

Nachrufe für Familienmitglieder

Nachrufe für verstorbene Familienmitglieder zu verfassen, ist eine große Herausforderung, da der Verfasser selbst meist eine besonders enge Bindung zum Verstorbenen hatte und sich selbst mitten in der Trauerphase befindet. Umso emotionaler wird ein Nachruf eines Familienmitglieds ausfallen. Dennoch wollen viele Hinterbliebene einen Nachruf für besondere Familienmitglieder verfassen, um einerseits der Öffentlichkeit vom Leben und dem Tod dieses Menschen zu berichten, andererseits aber auch, um selbst die Trauer zu verarbeiten. Dabei muss ein solcher Nachruf nicht zwangsläufig in einer Zeitung veröffentlicht werden, sondern wird oft auch nur für sich selbst geschrieben oder bei der Trauerfeier vorgelesen. Nachrufe für Familienmitglieder sind meist sehr persönlich und emotional, da einer der wichtigsten Menschen der Hinterbliebenen verschieden ist. Deshalb sind hier auch selten formale Grenzen gesetzt, so dass Nachrufe freien Raum für die Gedanken der Hinterbliebenen bieten.

 

Nachrufe für Freunde

Den Nachruf für einen Freund zu verfassen, ist eine besondere Herausforderung. Gerade bei Freunden, die gerne als selbst gewählte Familie bezeichnet werden, ist der Schmerz oft groß und das Finden nach den richtigen Worten fällt schwer. Der Fokus sollte hier deshalb auf schönen Erinnerungen und auf der Freundschaft liegen. Arbeiten Sie heraus, warum Sie und der Verstorbene so gut befreundet waren und was ihn als Mensch ausgemacht hat, würdigen Sie ihm am besten. Doch trotz der Trauer, die Sie wegen des Verlustes einer geliebten Person empfinden, sollten Sie dennoch Rücksicht auf die Familie nehmen und einen Nachruf nur in Absprache mit den engsten Hinterbliebenen schreiben. Sicherlich freuen sich die Familienmitglieder über die Geste und die lieben Worte, dennoch sollten Sie um Erlaubnis bitten, bevor Sie den Nachruf beispielsweise in einer Zeitung oder Website veröffentlichen.

 

Nachruf schreiben für die Familie oder enge Freunde als Trauerbewältigung

Das schreiben eines Nachrufs für Freunde oder Familienmitglieder ist Teil der Trauerbewältigung.

FORMALE REGELN FÜR EINEN NACHRUF IM GESCHÄFTLICHEN KONTEXT

Welche formalen Regeln sollten bei einem Nachruf im geschäftlichen Kontext beachtet werden?

Stirbt ein Mitarbeiter in Ihrer Firma oder ein Kollege, mit welchem Sie schon lange und eng zusammengearbeitet haben, kann das Bedürfnis danach, einen Nachruf zu verfassen, groß sein. Sicherlich spendet es auch der Familie des Verstorbenen Trost zu wissen, dass der Verstorbene in seinem beruflichen Umfeld geschätzt und gemocht wurde. Deshalb ist ein Nachruf im geschäftlichen Kontext grundsätzlich eine gute Idee. Deshalb wird ein Nachruf im geschäftlichen Umfeld auch heutzutage noch gerne gemacht, um den Verstorbenen zu ehren und ihm für seine – oft langjährige – Mitarbeit im Betrieb zu danken. Doch hier sollten Sie einige formale Regeln beachten, um ein angemessenes Verhalten in Stunden des Abschieds zu zeigen. Die wichtigsten formalen Regeln im Überblick:

  • Korrekte Angaben (Name und Lebensdaten)
  • Länge des Arbeitsverhältnisses, Position/Stellung erwähnen
  • Trauer und Mitgefühl kommunizieren
  • Für die Mitarbeit bedanken
  • Keine Werbung für das eigene Unternehmen machen
  • Nicht vor dem Nachruf der Familie veröffentlichen

 

 

VERFASSER EINES NACHRUFS

Wer verfasst normalerweise einen Nachruf?

Wer der Verfasser eines Nachrufes ist, hängt davon ab, wer der Verstorbene war. Grundsätzlich kann ein Nachruf auf eine verstorbene Person von jedem geschrieben werden. Wie viele diesen letztendlich lesen, hängt nur vom Veröffentlichungsmedium und vom Interesse der anderen Menschen ab. Handelt es sich um eine berühmte Persönlichkeit, einen Politiker, Schauspieler, Musiker oder eine andere Person des öffentlichen Lebens, werden solche Nachrufe in der Regel auf jeden Fall von Zeitungen, Zeitschriften oder anderen Medien gedruckt oder online gestellt. Oft werden diese sogar schon zu Lebzeiten der Prominenten geschrieben, um sie im Todesfall schnellstmöglich veröffentlichen zu können. Handelt es sich dagegen um eine Privatperson, kann im Prinzip jeder einen Nachruf verfassen. Gerne werden sie von Familienmitgliedern, Freunden, Vereinskameraden, vom Arbeitgeber oder von Bekannten aus der Nachbarschaft angefertigt. Meist sind das Personen, die eine enge Beziehung zum Verstorbenen hatten und ihrer Trauer Ausdruck verleihen möchten.

 

VERÖFFENTLICHUNGSMEDIUM DES NACHRUFS

Wo wird ein Nachruf in der Regel veröffentlicht?

Wo ein Nachruf veröffentlicht wird, ist heutzutage völlig unterschiedlich. In der Vergangenheit war es meist so, dass Zeitungen Nachrufe für berühmte Persönlichkeiten verfasst und abgedruckt haben. Nachrufe von Privatpersonen wurden dann in der Regel unter den Traueranzeigen abgedruckt. Im Fernsehen wurden Nachrufe von der Tagesschau oder anderen Nachrichtensendungen präsentiert, wenn eine wichtige Person zu Tode kam. Das Aufkommen neuer Medien hat es aber möglich gemacht, nicht nur in Zeitungen einen Nachruf publik zu machen. Vielmehr ist es heutzutage möglich, auch über Websites oder Blogs der Öffentlichkeit einen Nekrolog des Verstorbenen zu präsentieren. Doch nicht nur die schriftliche Form des Nachrufes ist heutzutage immer noch üblich. Auch der Nachruf in Video oder Tonaufnahme bietet Möglichkeiten, um der eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen.

 

Nachruf in Schriftform veröffentlichen

Die Schriftform ist noch immer die beliebteste Form des Nachrufes. Es ist auch eine relativ unkomplizierte Methode, da dafür keine besonderen Kenntnisse erforderlich sind. So kann ein geschriebener Nachruf entweder wie eine Art Brief oder Aufsatz mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss aufgebaut werden. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit, eine Traueranzeige als Nachruf einzusetzen. Hier sind – zumindest gestalterisch – mehr Möglichkeiten gegeben, da Sie auch Bilder, Symbole, etc. mit einbauen können. Wunderschön wirken auch Sprüche, Gedichte oder Bibelzitate, um tröstende Worte für Angehörige und Trauernde zu finden. Traditionell wird ein schriftlicher Nachruf in einer Zeitung veröffentlicht. Das gilt sowohl für die Nachrufe von prominenten Persönlichkeiten, als auch für Traueranzeigen von Angehörigen von nicht-prominenten Verstorbenen. Während Nekrologe von Prominenten meist einen eigenen Artikel in der Zeitung erhalten und bei besonders bekannten Persönlichkeiten auch oftmals auf der Titelseite veröffentlicht werden, werden Inserate von Angehörigen in einem bestimmten Teil der Zeitung abgedruckt. Hier können Sie einen Platz für Ihren Nachruf kaufen und bezahlen dann pro Zeichen oder nach Größe der Anzeige.

 

Nachruf in anderen Formen veröffentlichen

Doch nicht nur die schriftliche Form ist möglich, um einen Nachruf anzufertigen. Auch andere Arten, wie beispielsweise Videos oder Tonformate, werden gerne genutzt, um letzte Worte über den Verstorbenen mit anderen Trauernden zu teilen. Das Internet bietet hierzu eine Menge Möglichkeiten, um eigene Inhalte zu veröffentlichen und mit anderen Menschen zu teilen. So ist die Plattform YouTube bestens dafür geeignet, einen selbst aufgenommenen Nachruf zu veröffentlichen und anderen zum Anschauen zur Verfügung zu stellen. Hierzu braucht es nicht einmal unbedingt ein Bild – eine Tonaufnahme kann hier auch nur mit einem schönen Bild oder einem Text präsentiert werden. Doch nicht nur das Internet bietet viele Plattformen zum Teilen von Nachrufen in anderen Formen als in Textform. Das Fernsehen und das Radio greifen schon seit Jahrzehnten auf verschiedenste Formen des Nachrufs zurück, um Verstorbenen mit ein paar Worten noch einmal zu ehren.

 

Nachruf in Bild- oder Videoform

Nachrufe in Videoform sind dank unterschiedlicher Video-Plattformen im Internet für jeden möglich, der dieses Medium für das Gedenken an eine verstorbene Person nutzen möchte. Doch nicht nur Privatpersonen können sich auf Plattformen wie beispielsweise YouTube selbst verwirklichen und Inhalte teilen. Auch Medienunternehmen wie beispielsweise ARD und ZDF nutzen dieses Mittel, um Nachrufe, welche in der Tagesschau veröffentlicht wurden, jedem Menschen im Internet zur Verfügung zu stellen. Das Fernsehen, wie bereits erwähnt, bietet nicht nur der Tagesschau und anderen Nachrichtensendungen eine Bühne, um Verstorbenen zu gedenken. Auch künstlerische Formate, wie beispielsweise Fernsehserien, nutzen gerne das Videoformat für Nachrufe und Erinnerungen an Verstorbene. Der große Vorteil an dieser Form des Nachrufes besteht darin, dass Sie sich nicht darauf beschränken müssen, sich mit Worten auszudrücken. Vielmehr können Sie mit Bildern, Filmen, Musik, gesprochenen Worten, Liedern etc. den Nachruf so gestalten, wie er Ihnen am besten gefällt. Hat der Verstorbene beispielsweise gerne musiziert, können Sie die Lieblingsmusik des Verstorbenen oder selbst aufgenommene Musikstücke in das Video mit hineinschneiden. Auch private Videoaufnahmen können die Persönlichkeit des Verstorbenen vermitteln und anderen Menschen einen Eindruck davon geben, wie die verstorbene Person gewesen ist. Beachten sollten Sie allerdings, dass für das Schneiden von Videos Kenntnisse vonnöten sind. So müssen Sie beispielsweise ein Schnittprogramm nutzen, um das Video zu gestalten. Doch solch eine kleine Herausforderung kann im Prozess des Trauerns auch eine willkommene Abwechslung sein, weshalb Sie sich davon nicht abschrecken lassen sollten.

Nachruf im Tonformat teilen

Wie bereits erwähnt wird der Nachruf im Tonformat gerne verwendet, um einer Person zu gedenken, ohne dabei die Form des Videos zu nutzen. Der Nachruf im Tonformat wird aber dennoch vor allem von Radiosendern genutzt. Auch hier verhält es sich wie beim Nachruf in Videoform: die Möglichkeiten sind vielfältiger als bei einem Nachruf in reiner Schriftform. Gerade bei Musikern bietet es sich an, Ausschnitte aus ihren größten Hits in den Nachruf mit einzubauen, um dem Hörer einen emotionalen Abschied der verstorbenen Person zu gewähren. Doch auch geschriebene Nachrufe, die vorgelesen werden, sind ein beliebtes Mittel, um den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Dabei liegt der Vorteil, dass der Nachruf auf die Art und Weise vorgetragen werden kann, wie er im Kopf des Verfassers entstanden ist. Somit bietet er weniger Interpretationsspielraum für den Lesenden, bzw. in diesem Fall Hörenden.

 

SONDERFORM DES NACHRUFS: DIE GEDENKSEITE IM INTERNET

Was ist eine Gedenkseite im Internet und wozu dient sie?

Wie bereits erwähnt, bietet das Internet eine Menge neuer Möglichkeiten, um einen Nachruf für einen Verstorbenen zu verfassen. Vielen Trauernden ist es nicht mehr genug, nur einen Nachruf in Schrift-, Ton- oder Videoform zu verfassen. Das Internet bietet also die perfekte Plattform, um eine Website für einen Verstorbenen zu erstellen. Dabei sind gestalterisch und inhaltlich beinahe keine Grenzen gesetzt und so kann im Prinzip jeder, der es möchte, eine Gedenk-Website für einen Verstorbenen verfassen. Jedoch sollten Sie, wie weiter oben schon erwähnt, darauf achten, um wen es sich bei dem Verstorbenen handelt. Ist beispielsweise ein Kind, das nicht Ihres ist, verstorben, sollten Sie unbedingt mit den Eltern abklären, ob diese mit einer solchen Website einverstanden sind. Generell sollten Sie mit den engsten Verwandten bzw. Hinterbliebenen besprechen, ob diese kein Problem damit haben, dass private Informationen, Bilder, Videos und Texte ins Internet gestellt werden.

Mit einer Gedenkseite lassen sich Gefühle zum Tod einer verstorbenen Person vielfältig ausdrücken.

Sinn einer Gedenkseite im Internet

Eine Gedenkseite soll den Hinterbliebenen vielfältige Möglichkeiten geben, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und sich kreativ mit dem Tod auseinanderzusetzen. Das kann bei der Trauerbewältigung helfen und die Akzeptanz des Todes fördern. Außerdem hat eine Internetseite Bestand, wird also nicht, wie eine Traueranzeige in der Zeitung, nur einmal veröffentlicht und verschwindet dann. Vielmehr kann jeder Trauernde jederzeit auf die Website zugreifen, in den verfassten Inhalten stöbern, selbst Inhalte erstellen oder in Erinnerungen schwelgen. Mit Texten, Liedern, Videos, Gedichten, Animationen und vielen weiteren Elementen kann eine solche Website in jeder möglichen Farbe und in jedem Stil gestaltet werden. So entsteht ein ganz persönlicher Ort des Gedenkens, an welchem man sich mit anderen austauschen oder aber auch ganz für sich alleine trauern kann.

 

Verfasser einer Gedenkseite

Eine solche Gedenkseite kann beinahe jeder verfassen, der einen Computer besitzt. Oftmals sind es Fans von verstorbenen berühmten Persönlichkeiten. Beginnt ein Fan eine solche Website, schließen sich ihm meist viele andere Anhänger des Prominenten an und gestalten sie Seite mit. Dadurch können große und schöne Projekte entstehen, die jedem Trauernden das Gefühl geben, nicht alleine zu sein und verstanden zu werden. Nicht wenige trauernde Eltern versuchen, auf diese Weise Abschied von ihren viel zu früh verstorbenen Kindern zu nehmen. Hier können sie ihre Gedanken, Gefühle und Erinnerungen mit anderen teilen und diese zum Ausdruck bringen. Wenn Sie gerne eine Gedenkseite für einen Freund oder ein Familienmitglied erstellen möchten, dann sollten Sie dieses Vorhaben vorher mit den engsten Verwandten, wie beispielsweise dem Partner, den Eltern oder den Kindern absprechen. Schließlich werden auf einer solchen Website persönliche Daten und Informationen mit der ganze Welt geteilt.

 

Inhalte einer Gedenkseite

Haben Sie sich entschieden eine Gedenkseite zu erstellen, dann geht es an die Inhalte, die Sie veröffentlichen möchten. Die Inhalte einer Gedenkseite können alles Mögliche sein, das Ihnen bei der Trauerbewältigung hilft und das Sie gerne mit anderen Trauernden teilen möchten. So können Texte, Bilder, Videos, Erinnerungen, Traueranzeigen, Musik und vieles mehr ihren Platz auf einer Trauerseite finden. Auch ein Gästebuch kann auf solch einer Gedenkseite eingerichtet werden, in welchem andere Trauernde Erinnerungen und Gedanken hinterlassen können. Geschichten über die verstorbene Person, Informationen zum Leben und zu den Todesumständen finden ebenso Platz wie Gedichte, Lieder und Nachrichten an den Verstorbenen selbst. Ihrer Fantasie sind hier beinahe keine Grenzen gesetzt und so können Sie alles teilen, was Sie der Welt über den Verstorbenen erzählen oder zeigen möchten.

 

Pflege einer Gedenkseite

Ist die Gedenk-Website erst einmal erstellt, sollten Sie sich auch regelmäßig darum kümmern und sie pflegen. Unterschätzen sollten Sie die Pflege einer solchen Trauerseite allerdings nicht. Neben der regelmäßigen Aktualisierung der Inhalte können auch technische Probleme auf Sie zu kommen, die Sie lösen müssen. Eine solche Pflege kann hilfreich bei der Trauerbewältigung sein, weil Sie so die Möglichkeit haben, sich regelmäßig mit der verstorbenen Person zu beschäftigen. Jedoch kann es auch zur Belastung werden und die Trauerbewältigung erschweren, wenn Sie ständig an den Verstorbenen erinnert werden. Bevor Sie eine solche Seite anlegen, sollten Sie also abwägen, wie viel Zeit Sie in die Pflege einer solchen Seite bereit sind zu investieren und wie gut ihre technischen Kenntnisse sind, um anfallende Probleme selbstständig lösen zu können.

 

 

INHALT VERSCHIEDENER NACHRUFE IM ÜBERBLICK

Was sollte ein Nachruf in der Regel beinhalten?

Haben Sie sich für eine Form, in welcher der Nachruf erscheinen, und für ein Medium, in welchem der Nachruf veröffentlicht werden soll, so geht es an die Gestaltung desselbigen. In der Gestaltung eines Nekrologes sind Sie relativ frei – jedoch nur in einem bestimmten Rahmen. Wie der Nachruf gestaltet werden kann, hängt vor allen Dingen vom Veröffentlichungsmedium ab. Bei Nachrufen im Video- oder Tonformat ist die Gestaltung deutlich freier als bei denen in Textform. Grundsätzlich kann bei den in Textform verfassten Nachrufen aber zwischen kurzen und langen Nachrufen gewählt werden. Die Inhalte, die in dem jeweiligen Nachruf festgehalten werden, unterscheiden sich, abhängig von der Länge, sehr stark. In den folgenden Abschnitten haben wir Ihnen kurz zusammengefasst, welche Inhalte in einem kurzen und in einem langen Nachruf erscheinen sollten, um ihn rund und logisch zu gestalten.

 

Kurze und lange Inhalte für einen Nachruf

Die Inhalte für kurze und lange Nachrufe ähneln sich.

Inhalte eines kurzen Nachrufs

Ein kurzer Nachruf ist meist eine Art Traueranzeige in der Zeitung und bietet deshalb nicht sonderlich viel Platz für lange Ausschweifungen. Beschränken Sie sich deshalb auf die wichtigsten Informationen, die Sie mit der Öffentlichkeit teilen möchten.

Allgemeine Informationen: In einem kurzen Nachruf sollten Sie auf jeden Fall die wichtigsten Informationen über den Verstorbenen festhalten. Dazu gehören sein Name und seine Lebensdaten. Auch wird hier gerne festgehalten, in welchem Verhältnis Sie zu der verstorbenen Person standen.

Sprüche und Gedichte: Um den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, werden in kurzen Nachrufen in Zeitungen gerne kleine Sprüche, Gedichte oder Ausschnitte aus Liedtexten ergänzt. Das kann hilfreich sein, wenn Sie sich selbst nicht dazu in der Lage fühlen, angemessene Worte zu finden.

Bilder und Symbole: Gerade wenn ein Nachruf in der Zeitung veröffentlicht werden soll, verschönern Trauernde diese gerne mit Bildern, Fotos oder Symbolen, um den Nachruf auch optisch ansprechend zu gestalten. Dabei kann ein Foto des Verstorbenen abgedruckt werden, ein Symbol – wie beispielsweise betende Hände oder ein Kreuz – oder aber ein ganz anderes, individuelles Bild, das Sie mit dem Verstorbenen in Verbindung bringen.

Informationen zum Absender: Erwähnen Sie in einem kurzen Nachruf, wer diesen verfasst hat bzw. wer um den Verstorbenen trauert. Diese Information steht meist am Ende des Nachrufs und stellt eine Art „Verabschiedung“ dar. Nennen Sie dabei Sie und Ihre Familie, Ihren Verein, Ihre Firma oder die jeweilige trauernde Gemeinschaft, die hinter dem Nachruf steckt.

 

Inhalte eines langen Nachrufs

Bei einem langen Nachruf steht Ihnen genügend Platz zur Verfügung, um den Verstorbenen ausführlich zu ehren. Einige Elemente sollten in einem solchen Nachruf vorkommen, andere können Sie verarbeiten, wenn Sie möchten.

Der Lebensweg: Versuchen Sie den Lebensweg des Verstorbenen zu umreißen und seine Schritte bzw. die wichtigsten Ereignisse festzuhalten. Beginnen Sie mit der Geburt des Verstorbenen – verbinden Sie damit eine besondere Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden? Ereignisse aus der Kindheit, der Jugend und dem Erwachsenenalter können amüsant, wunderschön oder tragisch sein. Außerdem lassen Begebenheiten aus dem Leben des Verstorbenen seinen Charakter erkennen und helfen dem Leser, das Wesen des Verstorbenen zu verstehen.

Besonderes Engagement: War der Verstorbene in seinem Leben ehrenamtlich aktiv, hat sich engagiert, einem Verein angehört oder besondere Leistungen vollbracht? Dann sollten diese Punkte in einem Nachruf ebenfalls verarbeitet werden. Erzählen Sie, wofür der Verstorbene brannte, welche Leidenschaften er hatte, worin er gerne seine Energie steckte.

Lebensanekdoten: Neben klassischen Informationen, die Sie gerne mit der Welt teilen möchten, können Sie auch lustige, amüsante oder typische Anekdoten aus dem Leben des Verstorbenen verarbeiten. An welche Momente mit dem Verstorbenen erinnern Sie sich gerne zurück? Hatte er Erlebnisse, die Sie niemals vergessen werden oder zeichnete ihn eine besondere Charaktereigenschaft aus, welche ihn immer wieder in dieselben Situation brachte – solche Geschichten sind es wert, erzählt zu werden.

Würdigung: Warum war dieser Mensch etwas Besonderes? Wodurch zeichnete er sich aus? Diese Fragen sollten Sie in einem Teil des Nachrufes verarbeiten. Tragen Sie zusammen, weshalb er Ihr Leben und das anderer Menschen bereichert und geprägt hat. Würdigen Sie ihn mit einem Blick auf seinen Charakter und seine positiven Eigenschaften.

Gefühle der Hinterbliebenen: Beschreiben Sie Ihre eigenen Gefühle und die der anderen Hinterbliebenen. Wie fühlen Sie sich damit, dass die Person verstorben ist? Sind Sie in tiefer Trauer oder sogar erleichtert, da der Verstorbene von seinen Qualen befreit wurde? Versuchen Sie auszudrücken, wie es Ihnen und Ihren Angehörigen mit der Situation geht und beschreiben Sie die aktuelle Situation aus Ihrer Sicht.

Blick in die Zukunft: Werfen Sie einen Blick auf die Zukunft und überlegen Sie, auf welche Art und Weise Sie auch zukünftig dem Verstorbenen gedenken möchten.

 

 

NACHRUF SCHREIBEN

Wie wird ein Nachruf geschrieben und wie sollte er aufgebaut sein?

Wie bereits weiter oben erwähnt, sollten Sie einige allgemeine Informationen über die verstorbene Person in einem Nachruf auf jeden Fall festhalten. So sind beispielsweise die Eckdaten, wie Name und Geburts- und Sterbedatum, immer ein Muss bei einem Nachruf. Auch wer diesen Verfasst hat, sollte festgehalten werden. Handelt es sich um einen geschäftlichen Nachruf, sollten noch einige andere Punkte unbedingt vorkommen. Kurz gesagt sollten Sie an folgende Inhalte denken:

  1. Name und evtl. Titel des Verstorbenen
  2. Lebensdaten – also Geburts- und Sterbedatum
  3. Absender des Nachrufs

Handelt es sich um den Nachruf des Arbeitgebers des Verstorbenen sollten Sie noch folgende Informationen hinzufügen:

  1. Position und Tätigkeit in der Firma
  2. Länge des Arbeitsverhältnisses
  3. Name des Arbeitgebers
  4. Anschrift des Arbeitgebers
  5. Aufzählung der trauernden Mitarbeiter der Firma

 

Aufbau des Nachrufes

Der Aufbau des Nachrufes ähnelt einem Aufsatz und sollte eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss enthalten. Mit dieser Struktur fällt es den Trauernden oft auch leichter, den Nachruf zu verfassen.

Einleitung: In der Einleitung sollten Sie sich und Ihr Verhältnis zum Verstorbenen beschreiben und den Grund, weshalb Sie ein solches Schreiben verfassen. Beschreiben Sie außerdem, um wen es sich bei der verstorbenen Person handelt und – zumindest kurz angedeutet – auf welche Weise bzw. aus welchem Grund die Person zu Tode gekommen ist.

Hauptteil: Der Hauptteil bietet nun genügend Raum, um dem Verstorbenen zu gedenken. Beschreiben Sie sein Leben und seine Persönlichkeit und teilen Sie Erinnerungen und Gedanken zu dem Menschen, der Sie verlassen hat. Machen Sie deutlich, weshalb dieser Mensch liebenswert war und was ihn ausgezeichnet hat. Hier können Sie auch humoristische Elemente einbauen, um sich selbst, aber auch die anderen Trauernden, aufzumuntern.

Schluss: Zum Schluss des Nachrufes können Sie zum Beispiel einen Ausblick auf die Zukunft geben und verdeutlichen, wie das Leben ohne die verstorbene Person sein wird. Bringen Sie zum Ausdruck, dass die Person ein großes Loch hinterlassen hat aber auch, in welcher Form sie Ihr Leben beeinflusste und auf welche Weise Sie vom Leben des Verstorbenen lernen konnten.

 

 

20 BEISPIEL-ZITATE FÜR EINEN NACHRUF

Mit welchem Zitat könnte ein Nachruf ergänzt werden?

Ein schönes, lustiges, stimmungsvolles oder ernstes Zitat kann den Nachruf für eine verstorbene Person abrunden oder den perfekten Einstieg liefern.

  1. Der Tod ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird. – Johann Wolfgang von Goethe
  2. Möglicherweise ist ein Begräbnis unter Menschen eine Hochzeitsfeier unter Engeln. – Khalil Gibran
  3. Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden. – Wilhelm Busch
  4. Der Meister kam die Form zerbrechen, mit weiser Hand, zur rechten Zeit. – Friedrich Schiller
  5. Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen. – Albert Schweitzer
  6. Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. – Laozi
  7. Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.
    Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen. – Johann Wolfgang von Goethe
  8. Jetzt nun war es für Dich Zeit. Wir irrten, als wir dachten wir wären bereit. – Harald Sick
  9. Sie ist nun frei und unsere Tränen wünschen ihr Glück. – Johann Wolfgang von Goethe
  10. Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen, und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer. – Khalil Gibran
  11. Vergangen nicht, Verwandelt ist, Was war. – R. M. Rilke
  12. Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache. – Hermann Hesse
  13. Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen. – Albert Schweitzer
  14. Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben. – Helmuth von Moltke
  15. Lass mich schlafen, bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen, sprich nicht voll Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen, und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer – Khalil Gibran
  16. Unsere Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer. – Aurelius Augustinus
  17. Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln. – Marcus Aurelius
  18. Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. – Benjamin Franklin
  19. Auch die besessensten Vegetarier beißen nicht gern ins Gras. – Joachim Ringelnatz
  20. Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen. – Hugo von Hofmannsthal

 

ZUSAMMENFASSUNG

Worauf sollte man beim Verfassen eines Nachrufs achten?

Wenn Sie einen Nachruf für eine verstorbene Person verfassen möchten, sollten Sie einige Punkte beachten. Einige Informationen sollten in einem Nachruf nicht fehlen. So sind zum Beispiel Angaben zur verstorbenen Person, wie beispielsweise der Name und die Lebensdaten, immer zu erwähnen. Handelt es sich um einen Nachruf im beruflichen Kontext, dann sollten Informationen zur Position, zur Dauer des Geschäftsverhältnisses und zum Unternehmen erwähnt werden. Bei privaten Nachrufen sind Sie in der Gestaltung und im Inhalt relativ frei, sollten aber darauf achten, dass der Tonus allgemein eher positiv ist und Sie dem Verstorbenen ein paar freundliche und würdevolle Worte widmen. Gehen Sie nicht zu sehr auf seine Fehler ein und vermeiden Sie, schlecht über den Verstorbenen zu sprechen. Die Würdigung eines Verstorbenen geschieht aber nicht nur im privaten oder beruflichen Umfeld in Form eines Nachrufes. Auch Prominenten, Künstlern, Politikern oder Mitgliedern von Königshäusern wird mit so einem Nachruf öffentlich gedacht. Die Form und Veröffentlichung von Nachrufen ist heutzutage vielfältig und kann individuell gewählt werden. So stehen, neben der klassischen Schrift-Form, auch andere Möglichkeiten der Gestaltung zur Verfügung, wie beispielsweise Video, Ton oder Website. Je nach Form, die Sie gewählt haben, kann die Veröffentlichung in einer Zeitung, einem Magazin, einer Video-Plattform, dem Fernsehen, dem Radio oder dem Internet vorgenommen werden. Ein Nachruf ist also eine schöne Form der Verabschiedung, die nicht nur dem Verstorbenen einen würdevollen Abschied gewährt, sondern auch Hinterbliebenen bei der Trauerbewältigung helfen kann.

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Häufige Fragen

👨‍👩‍👧 Wer verfasst einen Nachruf?

Wer den Nachruf verfasst, hängt ganz davon ab, um wen es sich bei der verstorbenen Person handelt. Ist ein Prominenter dahingeschieden, werden Nachrufe von Zeitungen, Fans und Kollegen veröffentlicht. Bei Privatpersonen sind es häufig Familienmitglieder, Freunde, Kollegen oder Vereinskameraden.

Hier finden Sie weitere Informationen.

📝 Was sollte in einem Nachruf stehen?

In einem Nachruf sollten neben dem Namen und den Lebensdaten des Verstorbenen, besondere Ereignisse, Charaktereigenschaften, amüsante Anekdoten und Erinnerungen an den Verstorbenen festgehalten werden. Handelt es sich um einen Nachruf im beruflichen Kontext, sollten Informationen, wie die Position und die Dauer des Arbeitsverhältnisses, nicht fehlen. Bei Nachrufen von Vereinskollegen bietet sich die Erwähnung von besonderen Leistungen und Ehrungen an.

Hier finden Sie weitere Informationen.

📰 Wo wird ein Nachruf veröffentlicht?

Die Möglichkeiten, einen Nachruf zu veröffentlichen, sind vielfältig. Der Klassische Weg ist das Abdrucken in einer Zeitung oder einem Magazin. Doch auch das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten: Video-Plattformen, wie beispielsweise YouTube, und Websites, die sich auf das Gedenken von Verstorbenen spezialisiert haben, stehen jedem zur Verfügung. Nachrufe von prominenten Persönlichkeiten werden oftmals im Radio oder im Fernsehen veröffentlicht, um alle über das Ableben der Person zu informieren.

Hier finden Sie weitere Informationen.

🖥️ Was ist eine Gedenkseite?

Eine Gedenkseite ist eine besondere Form des Nachrufes für verstorbene Personen. Oft bieten Websites ihren Nutzern Vorlagen, um eigene Gedenkseiten für Angehörige einzurichten. Das bietet sich vor allem für Menschen an, deren Kenntnisse in der Website-Erstellung und –Pflege nicht sehr weitreichend sind. Hier ist nicht nur Platz für einen Nachruf, sondern auch für Bilder, Geschichten, Einträge von Gästen, Videos und Animationen.

Hier finden Sie weitere Informationen.

veröffentlicht am: 19 Mai 2020 - aktualisiert am: 15 Juli 2020

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Jenny Röck

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