1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Ø: 5,00 von 5)
Loading...
Jeder Mensch ist einzigartig – nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch nach dem Tod. So individuell wie der geliebte Angehörige gewesen ist, so persönlich sollte auch die Gestaltung des Grabes erfolgen. Grabplatten bieten sich dabei zum einen als Designelement auf der Grabfläche an. Mit einer Gravur versehen können sie außerdem einen schon bestehenden Grabstein ergänzen oder ihn sogar gänzlich ersetzen, zum Beispiel bei einem Wiesengrab. Worauf Sie bei Grabplatten achten sollten, erläutern wir Ihnen im Beitrag.

Grabplatten – der Unterschied zu Grabsteinen

Der klassische Grabstein, wie sie in der Regel auf Friedhöfen zu sehen sind, steht aufrecht am Kopfende des Grabes. Grabplatten hingegen liegen meist flach auf der Grabfläche oder werden nur durch einen Keil leicht vom Boden angehoben.

Formen von Grabplatten

Wie eingangs bereits erwähnt, können Grabplatten ganz unterschiedliche Funktionen haben. So dienen sie zum Beispiel als Ergänzung zum bestehenden Grabstein, als Gestaltungselement oder auch als Unterlage, zum Beispiel für Grabschmuck.

Grabplatten Teilabdeckung offen mit Bepflanzung

Grabplatten für Urnengrab als Namensplatten

Wird in einem klassischen Doppelgrab beispielsweise noch eine Urne beigesetzt, ist eine Grabplatte eine sehr schöne Lösung, um den Namen des Verstorbenen zu ergänzen und gleichzeitig individuell hervorzuheben. Die Steine können farblich auf den bereits bestehenden Grabstein abgestimmt werden und auch die Gravur kann sich daran orientieren.
Doch Grabplatten dienen nicht nur der Ergänzung von Grabsteinen, sie können diese auch gänzlich ersetzen. So ist es möglich, mit Hilfe von Grabplatten einen liegenden Grabstein zu gestalten, der einen Teil der Grabfläche einnimmt und beispielsweise von einer Bepflanzung umrahmt wird. Einige Grabtypen, zum Beispiel Wiesengräber, sind außerdem dafür ausgelegt, lediglich über eine kleine Grabplatte auf den Namen des Verstorbenen hinzuweisen.

Grabplatten Teilabdeckung bepflanzt mit Deko, Ornamenten und Grablaterne

Grabplatten als Gestaltungselement

Um ein Grab zu schmücken oder es optisch ansprechend zu gestalten, haben Hinterbliebene zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl. Neben der Bepflanzung auf und um das Grab sowie dem Auffüllen der Grabfläche mit kleinen Steinen, können auch Grabplatten als edles Gestaltungselement genutzt werden. Aufgrund der großen Auswahl an Natursteinen und dem handwerklichen Können der Steinmetze sind der Fantasie bei der Umsetzung fast keine Grenzen gesetzt. Grabplatten können dabei etwa die gesamte Grabfläche bedecken (Grabplatten Vollabdeckung) und lassen sich zusätzlich mit einem gravierten oder aufgesetzten Gedenkspruch versehen. Möglich ist auch eine individuell designte Grabplatte, die Aussparungen, zum Beispiel für die Bepflanzung oder eine Grablaterne lässt (Grabplatten Teilabdeckung). Haben Sie sich für eine Grabplatte als Gestaltungselement entschieden, gehen wir mit Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten durch und fertigen ein Produkt, das hochwertig, einzigartig und Ihren Wünschen angepasst ist.

Grabplatten Teilabdeckung mit Deko und Grablaternen

Grabplatten als hochwertiger Sockel

Die auf dem Grab liegenden Natursteinplatten dienen nicht nur der Gestaltung oder Namensnennung. Sie können auch als hochwertiger Sockel für weitere Dekorationselemente des Grabes genutzt werden. So bringen kleine Grabplatten beispielsweise eine Pflanzschale oder Grablaterne in eine erhöhte Position und geben ihnen damit einen besonderen Anstrich. Solche Grabplatten können jederzeit nachträglich verlegt werden und sind ebenfalls individuell planbar in Form und Farbe.



Welche Materialien sind geeignet?

Ebenso wie Grabsteine bestehen Grabplatten in der Regel aus hochwertigen, robusten Natursteinen. In Frage kommen beispielsweise Marmor, Granit oder Gneis, aber auch Sand- oder Kalkstein sind häufig genutzte Materialien.

Marmor

Marmor

Soll die Grabplatte sehr edel wirken oder eine polierte Oberfläche erhalten, so empfiehlt sich Marmor. Er lässt sich nicht nur sehr gut verarbeiten und in die verschiedensten Formen bringen, er besticht außerdem durch seine Farbvielfalt. Von reinem Weiß, über zarte Schattierungen bis hin zu mehrfarbigen Maserungen und schwarzem Marmor ist alles denkbar. Lesen Sie hier mehr über das edle Gestein…


Granit

Granit

Extrem fest, beständig und damit im wahrsten Sinne ein Stein für die Ewigkeit ist Granit. Grabplatten aus diesem Material sind sehr pflegeleicht und trotzen den verschiedenen Witterungseinflüssen über das Jahr. Auch Granit gibt es in vielen Farbschattierungen und ist damit sehr abwechslungsreich. Allerdings ist Granit ein Hartgestein und erfordert damit bei der Bearbeitung einen höheren handwerklichen und technischen Aufwand. Mehr dazu lesen Sie hier…


Kalkstein

Kalkstein

Er gilt als leicht zu verarbeiten sowie als „Universaltalent“ im Bereich der Natursteine: Kalkstein. Es handelt sich dabei um ein Weichgestein, das sich vor allem für kunstvolle Formen und Grabkunst mit dem gewissen Extra eignet. Gleichzeitig ist Kalkstein recht robust und witterungsbeständig. In Kombination – Formbarkeit und Robustheit – also eine gute Wahl für eine Grabplatte im Freien. Mit den hellgelben bis beigen Farbtönen ist Kalkstein außerdem ein echter Hingucker. Weitere Informationen rund um das Gestein finden Sie hier…

 

Grabplaten Vollabdeckung mit Pflanzschale

Mit Handwerkskunst zur individuellen Grabplatte

Hat man sich für ein Material entschieden, so stellt sich die Frage nach der Verarbeitung und der persönlichen Gestaltung. Welche Möglichkeiten dabei bestehen, erklären wir Ihnen kurz im folgenden Überblick:

Poliert und geschliffen oder naturnah

Wie der Name schon sagt, sind Natursteine ursprünglich so belassen, wie sie aus dem Abbaugebiet kommen. Je nach Gesteinsart ist die Oberfläche etwas rauer oder glatter. Besonders die schönen Maserungen, die einzelne Natursteinsorten aufweisen, kommen jedoch erst zur Geltung, wenn sie glatt poliert werden. Neben dem edlen Glanz hat die Politur noch einen zweiten Nutzen: Sie versiegelt den Stein und macht ihn damit widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse.

Handwerklich gestaltet

Erst durch ein individuelles Design wird die Grabplatte zu einem echten Unikat, das so einzigartig ist, wie der geliebte verstorbene Mensch. Das handwerkliche Geschick des Steinmetzes macht es möglich, Ihre besonderen Wünsche – von der Schriftgravur, über Ornamente bis zum Blumenmotiv – bei der Gestaltung umzusetzen. (Evtl. ein Video einbinden, wo man diese Kunst mal sieht?)

Grabplatten Abgrenzungen

Tipps und Hinweise zur Pflege von Grabplatten

Wie auch bei Grabsteinen und anderem Grabschmuck richtet sich die Art und Häufigkeit der Pflege vor allem nach dem Material, aus dem die Grabplatte besteht. So sind naturbelassene Steine anfälliger für Verschmutzungen oder Verwitterungen als glänzend polierte Platten.

Glatte Marmorplatten reinigen Sie am besten mit einer Seifenlauge, zum Beispiel aus Kern- oder Schmierseife.

Etwas anspruchsvoller in der Pflege ist auch Kalkstein: Bitte verwenden Sie keine aggressiven Reiniger, zum Beispiel auf Essigbasis, da das den Naturstein angreift. Alkalische Grundreiniger (pH-Wert 7 bis 10,5) sind da eine bessere Wahl.

Granit ist etwas „härter im Nehmen“: Die Steine verunreinigen weniger, können jedoch bei Bedarf sogar mit einem Dampfreiniger behandelt werden. Während bei Marmor und Kalkstein am besten ein Tuch zum Einsatz kommt, können Sie auf Granit auch härtere Bürsten nutzen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

Um polierten Steinen ihren Glanz zurückzugeben, eignet sich Salmiakgeist und eine anschließende Behandlung mit Bohnerwachs.
Aufgesetzte Schriften oder feingliedrige Verzierungen bekommen Sie ganz einfach mit einer Zahnbürste sauber.

 

Über den Autor

Weitere Beiträge

Sehen Sie diesmal, wie ein Fotograbstein inklusive Engelsskulptur entsteht.

So entsteht unsere Grabstein Sonderanfertigung "Florenzia" mit Sonnenglas.

Erfahren Sie mehr über die handwerkliche Fertigung dieses Grabsteins mit Einfassung in unserem...

Antwort hinterlassen

4 × zwei =