Totensonntag 2021-2030 – Alle Infos zum Ewigkeitssonntag

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Der Totensonntag ist ein Gedenktag für die Verstorbenen. Sein Ursprung liegt in der evangelischen Kirche, die ihn als Ewigkeitssonntag bezeichnet. Die Menschen besuchen an diesem Trauer- und Gedenktag die Gräber auf den Friedhöfen, legen Blumen- und Grabschmuck ab oder entzünden Kerzen. Im Folgenden informieren wir Sie, auf welchem Datum bis 2030 der Totensonntag liegt, welche Bedeutung dieser Tag hat, welche Bräuche üblich sind und was nicht erlaubt ist. Finden Sie außerdem Zitate und Verse zum Totengedenken und Infos über andere Feiertage im Totenmonat November.

DATEN DES TOTENSONNTAGS 2021 - 2030

Wann findet der Totensonntag in den Jahren 2021 bis 2030 statt?

Der Totensonntag (auch Ewigkeitssonntag genannt) ist der letzte Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, das mit dem ersten Advent (meistens Anfang Dezember) beginnt. Dieser allgemeine kirchliche Gedenktag findet seit einer Verordnung des Königs von Preußen im Jahr 1816 immer am letzten Sonntag des Novembers statt, er kann als beweglicher Feiertag aber jedes Jahr auf ein anderes Datum fallen. Der Grund dafür ist der fixe Termin des christlichen Weihnachtsfestes: Der vierte Adventssonntag muss immer vor dem 25. Dezember liegen, an dem die Geburt Christi gefeiert wird. In der folgenden Tabelle haben wir eine Übersicht für Sie zusammengestellt, auf welche Daten der Totensonntag in den Jahren 2021 bis 2030 fallen wird. Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag fällt dabei immer auf ein Datum zwischen dem 20. und dem 26. November. „Ist heute Totensonntag?“ müssen Sie sich nun nicht mehr fragen.

 

Totensonntag 2020 - 2030 im Überblick

Totensonntag 2020 – 2030 im Überblick. ©Serafinum.de

 

DEFINITION DES TOTENSONNTAGS & ANDERE BEGRIFFE WIE EWIGKEITSSONNTAG

Was ist der Totensonntag & was bedeuten andere Begriffe wie „Ewigkeitssonntag“?

Am Totensonntag gedenken die Menschen den Verstorbenen. Ursprünglich als Gedenktag der evangelischen Kirche entstanden, hat sich der letzte Sonntag des Monats November im Laufe der Jahre traditionell zum Tag des stillen Gedenkens entwickelt. Obwohl der Totensonntag kein gesetzlicher Feiertag ist, genießt er in allen Bundesländern einen besonderen Schutz. Die Länder bestimmen ihn in ihren Feiertagsgesetzen als stillen Feiertag, als Tag der Trauer und des Gedenkens. Daher gelten vielerorts besondere Einschränkungen, was Veranstaltungen und Feiern betrifft. Weihnachtsmärkte öffnen zum Beispiel traditionell erst in der Woche nach dem Totensonntag. Die evangelische Kirche bezeichnet den Totensonntag als Ewigkeitssonntag. Er beendet das Kirchenjahr und findet immer vor dem ersten Adventssonntag statt. Im Gedenken an die Toten legen evangelische Christen ihre Perspektive stärker auf den Glauben an die Auferstehung: Thematisiert wird eher das „Jüngste Gericht“ und das „Ewige Leben“.

 

 

ENTSTEHUNG & BEDEUTUNG DES TOTENSONNTAGS

Wie ist der Totensonntag entstanden & welche Bedeutung besitzt er?

Viele Menschen nehmen den Totensonntag zum Anlass, an ihre verstorbenen Angehörigen zu denken. In der evangelischen Kirche wird dieser Trauer- und Gedenktag seit 1816 begangen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen bestimmte den Tag zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Zuerst galt der Gedenktag zunächst nur für Preußen, später übernahmen ihn auch die anderen evangelischen Landeskirchen. Anlass für die Festlegung des Tages war wahrscheinlich, dass es bis dato keinen besonderen Tag für das Totengedenken im evangelischen Kirchenjahr gab. Außerdem sollte der vielen Gefallenen aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon Bonaparte in den Jahren 1813 bis 1815 gedacht werden. Nicht zuletzt könnten auch persönliche Gründe für Friedrich Wilhelm III. eine Rolle gespielt haben, und zwar seine Trauer um seine 1810 verstorbene Ehefrau, Königin Luise von Preußen.

 

Totensonntag November Kerzen in der Kirche

Der Totensonntag wurde eingeführt, um an diesem Tag den Verstorbenen zu gedenken.

 

TOTENSONNTAG ALS KATHOLISCHER ODER EVANGELISCHER FEIERTAG

Ist der Totensonntag ein katholischer oder evangelischer Feiertag?

Der Totensonntag ist ein evangelischer Tag der Trauer und des Gedenkens an die Verstorbenen. Er wird am letzten Sonntag des Kirchenjahrs begangen. In Gottesdiensten gedenken die Gläubigen der Verstorbenen, wobei oftmals die Namen der Gemeindemitglieder verlesen werden, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind. Darüber hinaus wird der Blick aber auch auf das ewige Leben und die Auferstehung und die damit verbundene Hoffnung gerichtet. Daher bezeichnet die evangelische Kirche den Totensonntag auch als Ewigkeitssonntag. Auch für nichtkonfessionelle Menschen hat der Totensonntag Bedeutung: Sie denken an diesem Tag an ihre verstorbenen Angehörigen, Freunde und Bekannten. Die römisch-katholische Kirche begeht ihren Gedenktag für die Toten an einem anderen Tag: an Allerseelen, dem 2. November. Dessen Bedeutung ist nicht zu verwechseln mit Allerheiligen, dem katholischen Feiertag am 1. November, der in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein staatlicher Feiertag ist.

 

 

REGELUNGEN AM TOTENSONNTAG

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es am Totensonntag?

Der Totensonntag ist ein kirchlicher Feiertag. In den einzelnen Bundesländern gelten eigene Feiertagsgesetze für den Trauer- und Gedenktag. In allen Bundesländern wird der Totensonntag als stiller Feiertag begangen. Die gesetzlichen Regelungen sind in allen Bundesländern im sogenannten Feiertagsgesetz festgeschrieben, wobei in Hamburg die Feiertagsschutzverordnung für den Totensonntag gilt. Die besonderen Einschränkungen können also von Bundesland zu Bundesland variieren. In den meisten der 16 deutschen Bundesländer werden aber Veranstaltungen, die nicht thematisch zu diesem Gedenktag passen, verboten. Auch unterscheiden sich die Regelungen in Bezug auf die Zeiten, wann die Einschränkungen und Verbote einzuhalten sind. Lesen Sie in der folgenden Übersicht, welche Vorgaben auf Länderebene gelten. Sollten Sie konkret eine Veranstaltung oder Arbeiten für den Totensonntag planen, erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde und schauen Sie in Ihr Feiertagsgesetz.

 

Totensonntag als stiller Feiertag

In den meisten Bundesländern sind öffentliche Veranstaltungen, Arbeiten und Versammlungen verboten, die die Ruhe und das Gedenken einschränken bzw. beeinträchtigen können. Vor allem sollen Gottesdienste ungestört abgehalten werden können. Aktivitäten, die dem ernsten Charakter des Totensonntags widersprechen, werden ebenfalls häufig verboten. Dazu gehören zum Beispiel Sportveranstaltungen. Da der Totensonntag immer auf einen Sonntag fällt, gelten oftmals auch die allgemeinen Gesetze, die für Sonntage erlassen wurden. Darunter fällt ein besonderer Schutz wie in den meisten Fällen das Einhalten der Arbeitsruhe, das Vermeiden von Ruhestörung und in einigen Bundesländern das Verbot, Autowaschanlagen zu betreiben. Veranstaltungen zur Unterhaltung, ob drinnen oder draußen, sind ebenfalls oftmals nicht erlaubt. Vor allem musikalische Vorstellungen in Gaststätten und Schankbetrieben fallen unter diese Regelungen.

 

Regelungen zu Totensonntag als Stiller Feiertag nach Bundesland

Regelungen zu Totensonntag als Stiller Feiertag nach Bundesland. ©Serafinum.de

 

Tanzverbot am Totensonntag

Das Tanzverbot am Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag geht darauf zurück, dass es sich um einen stillen Feiertag handelt. Die Gesetzgeber der Bundesländer sehen in Tanz- und Musikveranstaltungen Aktivitäten, die die äußere Ruhe des Tages und das Gedenken stören. Der ernsten Bedeutung des Totensonntags wird laut der meisten Gesetzestexte mit einem Tanzverbot und dem Verbot von Konzerten entsprochen. Auch musikalische Darbietungen in Schankbetrieben und/oder Gaststätten sind nicht erlaubt. Vor allem sollen die Gottesdienste ungestört verlaufen. Deshalb sind öffentliche Veranstaltungen, Feste und Märkte in der Nähe von Kirchen oder Orten, an denen Gottesdienste bzw. Gedenkveranstaltungen abgehalten werden, in der Regel nicht erlaubt. In allen Bundesländern gilt das Totensonntag Tanzverbot im Übrigen auch für den Karfreitag und den Volkstrauertag (zwei Sonntage vor dem 1. Advent).

 

Weihnachtsmärkte & Weihnachtsdekoration

Weihnachtsmärkte zählen zu den Veranstaltungen, die die äußere Ruhe des stillen Feiertags Totensonntag stören können. Sie sind nicht direkt verboten, jedoch ist das fröhliche Treiben auf einem Weihnachtsmarkt nur schwer in Verbindung mit dem Gedenken der Trauernden am Totensonntag zu bringen. Die meisten Städte und Gemeinden genehmigen aus Rücksicht den Start der Weihnachtsmärkte erst ab der Woche nach dem Totensonntag. Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag findet am letzten Sonntag des Novembers, also vor dem ersten Advent statt. Selbst wenn manche Orte bereits vor dem Totensonntag mit dem Weihnachtsmarkt beginnen, bleiben die Buden und Fahrgeschäfte an diesem Tag geschlossen. Aus Respekt vor den Trauernden und Rücksicht auf das Totengedenken ist das Schmücken mit weihnachtlicher Dekoration im privaten Bereich ebenfalls erst nach dem Totensonntag angemessen.

 

Totensonntag Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte starten traditionell erst nach dem Totensonntag.

 

BRÄUCHE & SYMBOLE AM TOTENSONNTAG

Welche Bräuche & Symbole sind am Totensonntag üblich?

Viele Menschen nehmen den Totensonntag zum Anlass, die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen, Freunde oder Bekannten auf dem Friedhof zu besuchen. Üblicherweise werden Grabschmuck und Gestecke abgelegt und eine oder mehrere Kerzen oder Grablaternen auf der Grabstätte bzw. in der Kirche entzündet. Der Totensonntag ist ein Feiertag der evangelischen Kirche und wird auch als Ewigkeitssonntag bezeichnet. Evangelische Christen besuchen an diesem Tag den Gottesdienst, in dem Predigten im Gedenken an die Verstorbenen gehalten werden. In vielen Gemeinden gehört es zum Gottesdienst am Ewigkeitssonntag, die Namen der Personen zu verlesen, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind. Ihnen wird im Stillen gedacht und sie werden in die Fürbitten eingeschlossen. Häufig erklingen die Kirchenglocken, während die Namen vorgelesen werden oder zum Abschluss der Gebete. Das Geläut und das Verklingen sollen an die eigene Vergänglichkeit erinnern. Spezielle Totensonntag Symbole gibt es nicht.

 

 

Grabpflege am Totensonntag

Traditionell besuchen die Menschen am Totensonntag die Gräber ihrer Verwandten und Freunde auf den Friedhöfen. Sie nehmen den Trauer- und Gedenktag zum Anlass, um Blumen, Gestecke oder speziellen Grabschmuck auf den Ruhestätten abzulegen und Kerzen zu entzünden. Auch die Grabpflege spielt eine wichtige Rolle. Da der Totensonntag Ende November stattfindet, legen viele Menschen an diesem Tag eine winterharte Grabbepflanzung an. Neben dem klassischen Grab für Erdbestattungen und Urnengräbern sind heutzutage auch andere Orte für die letzte Ruhe beliebt: Manche Menschen entscheiden sich für ein Grab „unter der grünen Wiese“, also ein Rasengrab, andere wollen unter einem Baum in einem Waldfriedhof bestattet werden, es gibt Urnenstelen, Gruften und Kolumbarien und viele weitere Alternativen. Hier hängt es vom Betreiber der Friedhofsstätten ab, in welcher Form das Ablegen von Blumen und Grabschmuck möglich ist. Bei anonymen Gräbern ist es oftmals möglich, an einer bestimmten Stelle beispielsweise einen Kranz als Symbol der Trauer niederzulegen.

 

Totensonntag/Ewigkeitssonntag 2021-2030 ▷ Infos & Bedeutung

 

Sprüche und Gedichte zum Totensonntag

Im Gedenken an die Verstorbenen bietet die Bibel viele Psalmen und Sprüche, die der Trauer Ausdruck verleihen können. Zahlreiche Dichter und Volksweisheiten greifen die Themen Tod, Trauer und Vergänglichkeit auf. Wenn Sie am Totensonntag nicht in die Kirche gehen wollen, sich aber trotzdem im Andenken an Ihre verstorbenen Mitmenschen Trost in der Literatur oder in der Lyrik suchen möchten, haben wir für Sie eine Auswahl an Versen und Sprüchen zusammengestellt. Sie können zum Beispiel auch im Gedenken an die Toten beim Entzünden einer Kerze am Grab oder beim Ablegen von Blumen und Grabschmuck vorgelesen werden.

 

Trauersprüche aus der Bibel

  • „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ – Psalm 90,12
  • „Es ist besser, in ein Haus zu gehen, wo man trauert, als in ein Haus, wo man feiert; denn da zeigt sich das Ende aller Menschen, und der Lebende nehme es zu Herzen!“ – Prediger 7,2
  • „Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.“ – Prediger 7,3
  • „Das Herz der Weisen ist dort, wo man trauert, aber das Herz der Toren dort, wo man sich freut.“ – Prediger 7,4

 

Gedichte, Verse und Sprüche

Ein ewig Rätsel ist das Leben,
und ein Geheimnis bleibt der Tod.

Emanuel Geibel

 

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
dies eine Blatt, man merkt es kaum,

denn eines ist ja keines.Doch dieses Blatt allein
war Teil von unserem Leben,
drum wird dies Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

Rainer Maria Rilke

 

Die Liebe ist stärker als der Tod
und die Schrecken des Todes.
Allein die Liebe erhält
und bewegt unser Leben.

Iwan Turgenjew

 

Totensonntag
Trostlos traurig grau in grau:
Himmel, Dächer, Straßen,  Menschen …

trostlos traurig grau in grau …

wie mit hungergieriger Lippe
saugt ein ungeheures Schweigen
Licht und Luft und Leben an sich

und mit grauenstummer Marter
überschleicht es
und bekriecht es
herzblut-tief- und tiefer-saugend

Himmel, Dächer, Straßen, Menschen,
qualvoll hilflos grau in grau.

Cäsar Flaischlen

 

Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flüchtiger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.

Ludwig Uhland

 

Und am Ende meiner Reise
hält der Ewige die Hände
und er winkt und lächelt leise ‒
und die Reise ist zu Ende.

Matthias Claudius

 

Du stirbst im Herzen nicht!
Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst du bei mir dicht;
du bist mein Schatten am Tage
und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
find‘ ich von dir Bericht,
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage,
doch in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Friedrich Rückert

 

 

WEITERE GEDENKTAGE IM NOVEMBER

Welche Gedenktage werden außerdem im November gefeiert?

Am 1. November findet in der römisch-katholischen Kirche das Hochfest Allerheiligen statt. Der Tag ist in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Feiertag gedenken die katholischen Christen ihren Heiligen. Auch Allerheiligen ist ein stiller Feiertag, an dem die gleichen Regelungen wie am Totensonntag gelten. Als Gedenktag für die Verstorbenen begehen die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche wiederum den darauffolgenden Tag: Am 2. November ist Allerseelen. An diesem Tag finden Gottesdienste mit Gebeten, Fürbitten und Almosen sowie Friedhofsgänge statt. Der Sankt-Martins-Tag oder Martinstag ist dem heiligen Martin von Tours gewidmet. Der Gedenktag findet jedes Jahr am 11. November statt, mit vielerorts unterschiedlichen Bräuchen. Am bekanntesten sind wohl das Martinsgans-Essen, der Martinszug und das Martinssingen. Der Volkstrauertag gehört wie der Totensonntag zu den stillen Feiertagen. Er hat kein festgelegtes Datum, sondern wird immer am vorletzten Sonntag des Monats November begangen, also zwei Sonntage vor dem 1. Advent, mit dem das neue Kirchenjahr beginnt. Im Mittelpunkt des nicht kirchlichen Volkstrauertags steht das Gedenken an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft, besonders der Gestorbenen im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Der Buß- und Bettag ist wieder ein evangelischer Feiertag, an dem es um die Besinnung an den Glauben an Gott und um Reue für begangene Sünden geht. Der Buß- und Bettag liegt immer auf dem Mittwoch vor dem Totensonntag. Als gesetzlicher Feiertag ist er derzeit nur in Sachsen festgelegt. Die anderen Bundesländer haben ihn 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung als arbeitsfreien Tag abgeschafft.

 

Totensonntag auf dem Friedhof im Herbst

Allerheiligen und Allerseelen sind weitere wichtige Gedenktage im Totenmonat November.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Worauf sollte man am Totensonntag achten?

Der Totensonntag als letzter Sonntag im November vor dem ersten Advent ist ein stiller Feiertag, an dem die Hinterbliebenen der Verstorbenen gedenken. Die Menschen besuchen an diesem Trauer- und Gedenktag die Gräber ihrer Angehörigen und nahestehender Personen und legen dort Blumen und Grabschmuck ab. Oft entzünden sie auch Kerzen am Grab oder in der Friedhofskapelle. Die evangelische Kirche bezeichnet den Totensonntag auch als Ewigkeitssonntag. Hier finden an diesem Tag im November Gedenkgottesdienste statt, in denen die Namen der verstorbenen Gemeindemitglieder verlesen werden. Am Totensonntag sind viele öffentliche Veranstaltungen verboten, die dem ernsten Charakter des Tages widersprechen, wie zum Beispiel Tanz- und Musikveranstaltungen. Aus Rücksicht beginnen auch die Weihnachtsmärkte erst nach dem stillen Feiertag.

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Häufige Fragen

✝️ Was bedeutet der Totensonntag?

Der Totensonntag ist ein stiller Feiertag, an dem man der Verstorbenen gedenkt. Ursprünglich als Ewigkeitssonntag im evangelischen Glauben entstanden, nehmen heute auch nichtkonfessionelle Menschen den Tag zum Anlass, um still zu gedenken und zu trauern.

Mehr Informationen finden Sie hier.

📅 Wann ist der Totensonntag?

Der Totensonntag liegt als letzter Sonntag des Kirchenjahrs immer auf dem letzten Sonntag des Monats November, eine Woche vor dem ersten Advent.

Mehr Informationen finden Sie hier.

⛪ Was darf man nicht am Totensonntag?

In allen Bundesländern ist der Totensonntag ein stiller Feiertag. Was man im Einzelnen nicht tun darf, hängt vom einzelnen Bundesland ab. In den meisten Fällen sind Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen verboten.

Mehr Informationen finden Sie hier.

📅 Wo ist der Totensonntag ein Feiertag?

Der Totensonntag fällt immer auf einen Sonntag und ist in allen Bundesländern ein stiller Feiertag.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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